Freitag, 17. Juli 2009

Truppenverstärkung für Terrakotta-Armee:
Hundert weitere Figuren in China entdeckt

  • Seltene Offiziersfigur gilt als sensationellster Fund
  • 5.000 Statuen werden bei Ausgrabungstätte vermutet

Im Norden Chinas haben Archäologen hundert weitere Exemplare der legendären Terrakotta-Krieger freigelegt. Der sensationellste Fund sei bisher die Figur eines Offiziers, sagte Ausgrabungsleiter Xu Weihong. Die Statue ist demnach weitgehend unbeschädigt, die Originalfarben der mehr als 2.000 Jahre alten Figur sind jedoch kaum noch zu erkennen.

Bisher sind unter den ausgegrabenen Terrakotta-Kriegern weniger als zehn Figuren von Offizieren. Die Mehrzahl der entdeckten Krieger sind Bogenschützen, Infanteristen und Wagenlenker.

Die Ausgrabungen am Grab des legendären chinesischen Herrschers Qin Shi Huang in der Nähe von Xi'an, der Hauptstadt der nördlichen Provinz Shaanxi, hatten vor rund einem Monat begonnen. Dort werden noch etwa 5.000 lebensgroße Terrakotta-Krieger vermutet. Die Terrakotta-Armee ist eine der größten archäologischen Entdeckungen der Moderne. Seit 1987 steht sie auf der Weltkulturerbe-Liste. Qin, dem 221 v. Chr. die Einigung Chinas gelang und der als erster Kaiser des Reiches gilt, hatte das Terrakotta-Heer bauen lassen, damit es ihm ins Jenseits folge. (apa/red)

17.7.2009 22:56