Fliegt die Lufthansa der AUA entgegen?
Streckennetz-Bereinigung nun doch Thema
- Reduktion der Kosten als Bedingung für Übernahme
- Deutsche Fluglinie verweist auf geänderte Umstände
Fortschritte bei AUA-Verhandlungen mit Brüssel

·NEWS: AUA kann nur
auf ein Wunder hoffen
Plan B für den Fall eines
Lufthansa-Rückziehers
·Lufthansa erarbeitet Milliardensparpaket
Drastischer Sparkurs
des deutschen Kranichs
·Ist AUA bald wieder
alleine zu Hause?
NEWS zeigt mehrere
mögliche Szenarien auf
·Ende der Reise unter
rot-weiß-roten Flügeln
KLICKEN Sie sich durch
die Geschichte der AUA
·Gelingt der Verkauf
der AUA doch noch?
IHRE MEINUNG in der
Geld-Umfrage der Woche
·EU-Kommission und
Lufthansa pokern hoch
AUA-Verkauf als heikles
Machtspiel in Brüssel
·Pröll sagt "Nein" zu Auflösung der ÖIAG
Vorschlag ist für ihn
"inhaltlich nicht richtig"
·AUA-Passagierzahlen
unterstreichen Krise
Im ersten Halbjahr 14,3 Prozent weniger Fluggäste
Und sie bewegt sich doch: Die Lufthansa hat nach einem von der AUA verkündeten Sparprogramm plötzlich ihre Schlagzahl in Sachen Übernahme wieder erhöht. Das nächste Sparpaket der österreichischen Fluglinie macht den Deal für den deutschen Kranich offenbar wieder so lohnend, dass man der prüfenden EU-Kommission einen Schritt entgegenkommen will. Die Zusagen zu einer Bereinigung des Streckennetzes beziehen sich erstmals auch auf die zentrale Strecke Wien-Frankfurt. Zudem würden gegenüber der EU-Kommission weitere Zugeständnisse auf der Genf-Route gemacht.
Im Streit um die Freigabe der AUA-Übernahme durch Brüssel könnte dieser Schritt einen Durchbruch bringen, werden nicht näher genannte Insider zitiert. Die EU-Freigabe bis 31. Juli sei wieder möglich, heißt es. Die am Dienstag im Lufthansa-Vorstand abgestimmten Zugeständnisse an die EU-Kommission seien in Brüssel mit Wohlwollen aufgenommen worden.
Es sehe nun deutlich besser aus, wenngleich noch nicht von einer Einigung die Rede sein könne, so die informierten Kreise dem Blatt zufolge. Möglicherweise könne Brüssel von einer verlangten Bereinigung auf der München-Route Abstand nehmen, wenn dank besserer Verbindungen auf der Schiene mehr Wettbewerb eintreten sollte. Aus der Lufthansa gab es den ganzen Mittwoch über keine offiziellen Angaben zu Spekulationen über Annäherungen im Auflagenstreit.
Neues Sparprogramm verkündet
Der AUA-Vorstand hatte mit dem Betriebsrat der Gruppe abermals ein - befristetes - Sparprogramm im Volumen von 150 Millionen Euro vereinbart. Geplant ist, den Personalaufwand von 2010 bis 2015 um fünf Prozent zu senken. Die Belegschaft wird am Donnerstag bei Betriebsversammlungen informiert.
Der Vorstand argumentiert mit "Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit", um sicherzustellen, dass die Airline auch in schwierigem Umfeld in den nächsten Jahren so schnell wie möglich rentabel wird. APA-Informationen, dass die Lufthansa der AUA diesen Kurs auferlegt hat, wurden nicht kommentiert.
(apa/red)

