Mittwoch, 15. Juli 2009

AUA-Passagierzahlen unterstreichen Krise: Um 14,3 % gesunken - Flugangebot gekürzt

  • Scheitern des Lufthansa-Deals würde 1 Mrd. € kosten
  • Michaelis hält Abschluss derzeit noch für möglich

Die schwer angeschlagene AUA, die zum Weiterbetrieb in jetziger Form die Übernahme durch die Deutsche Lufthansa braucht, hat im Juni und im ganzen ersten Halbjahr 2009 weitere deutliche Passagierrückgänge verbucht. Wegen der verschärften Krise in der Luftfahrt waren die Flugkapazitäten schon deutlich zurück genommen wurden. Die Auslastung der AUA-Maschinen ging im Halbjahr auf 70,9 Prozent zurück.

Im Monat Juni ist die Zahl der beförderten Passagiere bei der AUA im Jahresabstand um 13,7 Prozent auf 885.300 gesunken. Zum Vergleich: Im Mai hatte es einen Rückgang um fast 13 Prozent gegeben.

Im Juni hat der AUA-Konzern das Sitzplatzangebot um fast 16 Prozent reduziert, in den ersten sechs Monaten um insgesamt 12,4 Prozent. Im ersten Halbjahr 2009 gab es einen Passagierrückgang um 14,3 Prozent auf 4,5 Millionen Fluggäste.

Die AUA-Chefs Peter Malanik und Andreas Bierwirth sind von der schlechten Verkehrsentwicklung der ersten sechs Monate nicht überrascht. Weil man das Angebot zeitgerecht an die schwache Nachfrage angepasst habe, sei die Auslastung bei 70,9 Prozent "relativ stabil" geblieben, so der Konzern.

Scheiters würde eine Milliarde Euro kosten
Sollte der Deal der AUA mit der deutschen Lufthansa platzen, bliebe ein Verkauf der AUA trotzdem unumgänglich - verbunden aber mit mehr Einsatz von Staatsgeld und Personalabbau. Das gab AUA-Vorstand Malanik bei der Hauptversammlung bekannt. Der zusätzliche Mittelbedarf im "Plan-B" würde laut Aufsichtsratspräsident Michaelis bei mehr als einer Milliarde Euro liegen. Michaelis bekräftigte jedoch, er halte einen Deal mit Lufthansa bis Ende Juli noch für möglich, wenn alle Beteiligten wollten.
(apa/red)

15.7.2009 10:21
DKNY2009, 26. 07. '09 18:48
Kürzung d. Gehälter aber ..... ewig Sonderprivilegien, keine Einschnitte
solange es 8000 AUA MitarbeiterInnen einer verstaatlichten Fluglinie ermöglicht wird, zum Dumpingpreis in der Freizeit samt Begleitung herumzufliegen, und überdies die AUA die Anfahrtskosten zum Flughafen (Arbeitsplatz) eines jeden Mitarbeiter abgeltet, stören diese ewigen Sonderprivilegien in so wirtschaftl. geschwächten Zeiten weder Staat noch Gewerkschaft. Sollte nicht hier der Sparstift angesetzt werden?
Wilfried1931, 15. 07. '09 11:17
Skandalös
Was hier passiert ist unfassbar, eine gute Fluglinie wurde immer als Postenvorsorge für Politiker mißbraucht, von Leuten die keine Ahnung vom Fluggeschäft haben und hatten aber sehr bezahlt wurden. Man hat alle Entwicklungen stümperhaft ignoriert so nach dem Motto zuständig ist immer der Steuernzahler. Jetzt wo diese Linie am boden liegt sodass niemand mehr daran ein Interesse haben kann, ist wieder niemand für das Debakel zuständig, der jetzige Kanzler, der früher Infrastrukturminister war hat keine Ahnung was passiert ist und war nie für die AUA zuständig, wofür gibt es dann einen Infrastrukturminister ohne Zuständigkeit?? der ebenfalls zuständige Finanzminister ist verschwunden, der jetzige war natürlich auch nie zuständig und kann nichts für die Entwicklung dafür.
Gscheitel, 14. 07. '09 16:03
Jetzt ist es soweit !
Die AuA ein Fass ohne Boden. Man muss ja schon froh sein wenn wir sie verschenken dürfen. Naja für sowas braucht man Manager die 700.000 Euro verdienen ( ohne Gewinnbeteiligung )
irgendwer01, 15. 07. '09 08:42
Re: Jetzt ist es soweit !
FASS ohne Boden beschreibt es ziemlich gut. Da a Milliarde, da noch eine, ... upps da haben wir ja bald mehr Geld verzockt als mit Konsum und Bawag zusammen. Vielleicht wäre es besser einfach den Laden dicht zu machen. Flieger über e-bay versteigern und wiederschauen .....
irgendwer01, 15. 07. '09 08:44
Re: Jetzt ist es soweit !
Die Bawag und die ÖIAG haben bei der AUA auch die Fingern im Spiel. Das sind ja richtige Geldvernichtungsmaschinen !