AUA-Passagierzahlen unterstreichen Krise: Um 14,3 % gesunken - Flugangebot gekürzt
- Scheitern des Lufthansa-Deals würde 1 Mrd. kosten
- Michaelis hält Abschluss derzeit noch für möglich

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AUA-Verkauf als heikles
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Die schwer angeschlagene AUA, die zum Weiterbetrieb in jetziger Form die Übernahme durch die Deutsche Lufthansa braucht, hat im Juni und im ganzen ersten Halbjahr 2009 weitere deutliche Passagierrückgänge verbucht. Wegen der verschärften Krise in der Luftfahrt waren die Flugkapazitäten schon deutlich zurück genommen wurden. Die Auslastung der AUA-Maschinen ging im Halbjahr auf 70,9 Prozent zurück.
Im Monat Juni ist die Zahl der beförderten Passagiere bei der AUA im Jahresabstand um 13,7 Prozent auf 885.300 gesunken. Zum Vergleich: Im Mai hatte es einen Rückgang um fast 13 Prozent gegeben.
Im Juni hat der AUA-Konzern das Sitzplatzangebot um fast 16 Prozent reduziert, in den ersten sechs Monaten um insgesamt 12,4 Prozent. Im ersten Halbjahr 2009 gab es einen Passagierrückgang um 14,3 Prozent auf 4,5 Millionen Fluggäste.
Die AUA-Chefs Peter Malanik und Andreas Bierwirth sind von der schlechten Verkehrsentwicklung der ersten sechs Monate nicht überrascht. Weil man das Angebot zeitgerecht an die schwache Nachfrage angepasst habe, sei die Auslastung bei 70,9 Prozent "relativ stabil" geblieben, so der Konzern.
Scheiters würde eine Milliarde Euro kosten
Sollte der Deal der AUA mit der deutschen Lufthansa platzen, bliebe ein Verkauf der AUA trotzdem unumgänglich - verbunden aber mit mehr Einsatz von Staatsgeld und Personalabbau. Das gab AUA-Vorstand Malanik bei der Hauptversammlung bekannt. Der zusätzliche Mittelbedarf im "Plan-B" würde laut Aufsichtsratspräsident Michaelis bei mehr als einer Milliarde Euro liegen. Michaelis bekräftigte jedoch, er halte einen Deal mit Lufthansa bis Ende Juli noch für möglich, wenn alle Beteiligten wollten.
(apa/red)

