Freitag, 17. Juli 2009

Da wäre wohl noch mehr drin gewesen:
Sturm muss doch noch eine Weile zittern

  • Graz nach 2:1 über Bosnier mit gemischten Gefühlen
  • Anorthosis aus Zypern möglicher Drittrundengegner

Ein unerklärlicher Rückfall nach der Pause hat Sturm Graz um eine beruhigende Reise nach Bosnien gebracht. Im Duell mit der keinesfalls überzeugenden Mannschaft von Siroki Brijeg stand am Ende des Hinspiels in der Europa-League-Qualifikation zwar ein Sieg zu Buche, richtig anfreunden konnten sich die Grazer mit dem knappen 2:1 aber nicht. Trainer Franco Foda wollte zwar keine Missstimmung aufkommen lassen, zeigte sich von der Vorstellung seiner Mannschaft aber trotzdem alles andere als angetan.

"Die Aufstiegschancen sind gleich wie zu Beginn des Spiels. Immerhin haben wir gewonnen, und wir sind sicher auch auswärts für ein Tor gut. Ich glaube schon, dass wir in Bosnien gewinnen können", erklärte Foda. Trotzdem sparte der Deutsche, der vor knapp 9.000 Fans seine bewährte Formation aufs Feld geschickt hatte, auch nicht mit Kritik an seinen erstmals in den neuen Heimtrikots eingelaufenen Schützlingen. "Der Gegentreffer ist ärgerlich, einige Spieler müssen sich steigern, damit sie nächste Woche wieder spielen können."

Dabei begann das Spiel für die steirischen Hausherren nach Plan. Die Grazer übernahmen das Kommando und hebelten die Defensive der Gäste über die Flügel mehrmals aus. Das 1:0 gelang Haas nach einer Hölzl-Flanke (12.), der Flügelspieler selbst sorgte für das 2:0 (38.). Nachdem auf den Rängen in der Pause bereits über die Höhe des Sieges diskutiert worden war, schlugen die bosnischen Gäste aber aus dem Nichts durch Ljubic (67.) zu.

"Wir wollten gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte das 3:0 erzielen, aber nach zehn Minuten gab es keinen Druck mehr nach vorne. Dadurch ist der Gegner aufgekommen", analysierte Foda. Auch Christian Gratzei sah den Rückfall nach Seitenwechsel mit gemischten Gefühlen. "Der Trainer hat uns gewarnt, dass die Bosnier stark sind. Aber wir haben keine Angst vor dem Retourspiel", erklärte der beim Gegentreffer chancenlose Torhüter.

Nächster Gegner kein Fußballriese
Auch wenn die Hürde Siroki Brijeg noch nicht genommen ist, durfte Sturm zumindest mit einem Auge auf die Auslosung der dritten Quali-Runde nach Nyon schielen. Erspart blieben den Steirern dabei Kaliber wie Athletic Bilbao, Fenerbahce Istanbul oder Club Brügge. Mit dem Sieger aus dem Duell zwischen Anorthosis Famagusta aus Zypern und dem montenegrinischen Club FK Petrovac wartet ein Gegner in Reichweite.

Das Hinspiel hat Anorthosis, der Ex-Bezwinger von Rapid in der vorjährigen Champions-League-Qualifikation, auf Zypern 2:1 gewonnen. Die Hinspiele der 3. Quali-Runde fänden am 30. Juli statt, die Rückspiele steigen am 6. August.
(apa/red)

17.7.2009 15:11