Donnerstag, 16. Juli 2009

Wiener Neustadt hat hochgesteckte Ziele:
Aufsteiger will gleich unter die besten Fünf

  • "Werden viel Freude haben, die Gegner weniger"
  • Trainer Kraft zeigt sich zu Saisonbeginn hochmotiviert

Der SC Magna Wr. Neustadt hat sich für seine Premiere in der Bundesliga hohe Ziele gesetzt. "Wir wollen unter die ersten Fünf kommen. Jeder einzelne Spieler ist davon überzeugt, dass wir das schaffen können. Wenn es mehr wird, würde uns das freuen, wenn es weniger werden sollte, geht die Welt auch nicht unter", formulierte Trainer Helmut Kraft die Erwartungen des Aufsteigers.

Seine Mannschaft, die dafür sorgte, dass Mäzen Frank Stronach ein Jahr nach seinem Abschied von Austria Wien wieder in die höchste Spielklasse des Landes zurückkehrt, sei heiß auf den Beginn und hochmotiviert. "Wir hatten die beste Vorbereitung, die ich als Trainer je mit einer Mannschaft gemacht habe", sagte Kraft, ohne dabei auf die guten Resultate in den Tests (u.a. 2:1-Sieg über Liga-Vierten Hertha BSC Berlin), sondern vielmehr auf das Umfeld hinzuweisen.

Die Übersiedlung des Trainingszentrums von der NÖ-Sportschule Lindabrunn in das VIVA-Sportzentrum in Steinbrunn, das von Ex-Profi Bernd Dallos geführt wird, erwies sich als richtiger Schritt. "Solche Möglichkeiten wie dort hat kein anderer Bundesliga-Verein. Es wird uns jeder Wunsch erfüllt, von der Verpflegung über Regeneration, Training bis zu Freizeit-Angeboten", schwärmt der Feldherr vom professionellen und perfekten Umfeld im Burgenland.

Spieler "charakterlich in Ordnung"
In diesem Ambiente haben sich die Blau-Weißen, die ihren Kader laut Kraft "mit starken Spielern, die charakterlich in Ordnung sind" nur ergänzten, gewissenhaft auf die Stunde X vorbereitet. Der Coach ist überzeugt, dass seine Mannschaft noch besser spielen und noch größere Erfolge feiern werde. "Wir werden noch viel Freude haben, die Gegner aber weniger", kündigte der seit 24. Juni 51-Jährige optimistisch an.

Man könne von seinen Schützlingen jedenfalls viel erwarten. "Bringen wir die Form von den Testspielen in der Liga rüber, dann bin ich von einem guten Start und vielen Punkten überzeugt", meinte Kraft und erhofft sich gleich zu Beginn den ersten Dreier. Im Vorjahr in der Erste Liga war der Start danebengegangen, hatte es daheim gegen Wacker Innsbruck eine 0:3-Schlappe gesetzt. "Passiert uns das wieder, wird es schwer, dass wir Meister werden", merkte er schmunzelnd an.

Fünf gleichwertige Stürmer
Kraft hat gut lachen, denn im Sturm stehen ihm gleich fünf fast gleichwertige Spieler zur Verfügung. Drei würden immer unzufrieden oder so heiß sein, dass sie im Training noch mehr Gas geben werden. "Von der Rotation halte ich nicht so viel. Die Besten im Training werden spielen, sie müssen auch gut zum Gegner passen. Es bedarf vom Trainer auch das Fingerspitzengefühl, es darf keiner in ein Loch fallen", so der Coach.

Für die Kandidaten in vorderster Front ist die Konkurrenz kein großes Problem. "Wer am besten drauf ist, der spielt", meinte dazu der vom SV Grödig engagierte brasilianische Torschützenkönig Diego Viana und Hannes Aigner fügte hinzu: "Der Kampf ums Leiberl ist gut, da muss man im Training besser sein als der andere." Sanel Kulic, Mensur Kurtisi und Mirnel Sadovic sehen es ähnlich.

(apa/red)

16.7.2009 11:40