Donnerstag, 16. Juli 2009

"Die beste Bundesliga-Saison aller Zeiten":
Vorstand Pangl hat ganz große Erwartungen

  • Von Ende der Durststrecke im Europacup überzeugt
  • Besuche in den Stadien sollen noch sicherer werden

Fußball-Bundesliga-Vorstand Georg Pangl geht hochmotiviert in die neue Saison. "Es ist jedes Jahr unser Ziel, die beste Saison aller Zeiten zu haben. Das muss unser Anspruch sein", betonte der 44-Jährige auf der Saison-Start-Pressekonferenz. Dabei wurde auch das neue Bundesliga-Logo präsentiert.

Für die neue Saison liege der Fokus der Clubs auf finanzieller Stabilität und der Verbesserung des eigenen Vereins-Image, etwa durch internationale Testspiele. Dass ein Verein eben deshalb erst später in die Saison startet - Rapid spielt am Sonntag anlässlich des 110-jährigen Jubiläums gegen Liverpool und startet erst eine Woche später in die neue Saison - wird es zukünftig nicht mehr geben. "So eine Ausnahme wird in Zukunft nicht mehr möglich sein", sagte Pangl.

Aus sportlicher Sicht erhofft sich der Burgenländer vor allem mehr österreichische Erfolge im internationalen Fußball wie das Erreichen der Gruppenphase in Champions League sowie Europa League. "Ich bin überzeugt, dass auch diese Durststrecke bald zu Ende gehen wird", gab sich Pangl optimistisch. Die Partnerschaft der Bundesliga mit den Hauptsponsoren tipp3 und T-Mobile soll hingegen noch länger wehren, vor der zweiten "gemeinsamen" Saison zogen alle jedenfalls ein positives Resümee. "Die beiden Konzerne haben sich Gott sei Dank gefunden und sind treibende Kräfte. Das erste Jahr der Partnerschaft hat gezeigt, dass die Zielsetzung und Umsetzung erfolgreich war", fasste Pangl zusammen. Und der tipp3-Vorstandsvorsitzende Dietmar Hoscher ergänzte: "Es war für uns eine erfolgreiche Saison."

Der heuer zum dritten Mal vergebene T-Mobile-Fairplay-Award ging auf Basis der UEFA-Fairplay-Rangliste an Österreichs Meister Red Bull Salzburg. Die "Bullen" stellen das Stipendium von 5.000 Euro ihrem hoffnungsvollen 15-jährigen Nachwuchsspieler Christoph Martschinko zur Verfügung. "Die Fairplay-Geste soll einen zusätzlichen Anreiz für mehr Fairness am Platz geben", meinte Robert Chvatal, Vorsitzender der Geschäftsführung T-Mobile Austria.

"Ruhiger" auf den Rängen
Aber nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf den Rängen soll es in der neuen Saison "ruhiger" und sicherer werden. "Es muss für uns das Ziel sein, die Stadionbesuche so sicher wie möglich zu machen", erklärte Pangl. Deshalb startet die Bundesliga gemeinsam mit ihren Clubs sowie dem Bundesministerium für Inneres eine Aktion gegen Gewalt im Fußball.

Unter dem Motto "Die Welle gegen Gewalt" setzen die Vereine in den ersten vier Runden der Bundesliga sowie der zweiten und dritten Runde der Ersten Liga ein Zeichen gegen Gewalt im Fußball. "Ziel dieser Initiative ist der respektvolle Umgang innerhalb der Fanszene bzw. unter den Fangruppen verschiedener Couleurs sowie vor allem auch die Intensivierung der Kommunikation und Kooperation zwischen den Verantwortungsträgern des Bundes, der Fußball-Organisationen, Vereinen und Fangruppen zur Verhinderung der Gewalt bei Fußball-Veranstaltungen", formulierte Pangl.

Ende von Pyrotechnik
Ab 2010 soll dann auch die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen und Feuerwerkskörpern in und außerhalb der Stadien verboten sein. "Vorfälle wie am 24. August 2008 werden dann nicht mehr vorkommen", erinnerte Pangl an den Böller-Wurf im Wiener Derby, bei dem Ex-Rapid-Goalie Georg Koch schwer im rechten Ohr verletzt worden war.

Das neue Bundesliga-Logo wurde übrigens frischer und moderner gestaltet. "So wie das neue 'Haus der Bundesliga' nach außen spricht, wollen wir mit dem neuen Corporate Design das dynamische Wirken des Teams der Geschäftsstelle in die Öffentlichkeit transportieren", sagte Pangl. Die Bundesliga stehe für Professionalität, Kompetenz und Verantwortung für den Profi-Fußball in Österreich, Tugenden, die auf höchstem Niveau dem neu kreierten Slogan 'Profis für Profis' unterstreichen werden, fügte Pangl hinzu.

Präsentiert wurde aber nicht nur das neue Logo, sondern auch das neue Bundesliga-Journal, das ab Mittwoch um 4,80 Euro in allen Trafiken und im Zeitschriftenhandel erhältlich ist.

(apa/red)

16.7.2009 16:23