Donnerstag, 16. Juli 2009

Tut er's, tut er's nicht? Jetzt ist es fix:
Max Mosley dankt als FIA-Präsident ab

  • Ex-Ferrari-Teamchef Todt will Nachfolger werden
  • Kampfabstimmung mit Ari Vatanen steht bevor

Tut er's, tut er's nicht? Er tut's! Max Mosley hat entgegen mehrerer Gerüchte in einem Brief an die FIA-Mitgliedsverbände bestätigt, dass er nicht mehr für die Präsidentschaft des Automobil-Weltverbandes kandidieren wird. Zugleich schlug der Brite den ehemaligen Ferrari-Teamchef Jean Todt als Nachfolger vor: "Ich glaube, die richtige Person, das Team zu führen, wäre Jean Todt". Dieser ließ sich nicht lange bitten und gab einen Tag später seine Kandidatur bekannt.

Mosleys Amtsverzicht war Teil des Friedensschlusses der FIA vom 24. Juni mit der Formel-1-Teamvereinigung FOTA nach einem monatelangen Machtkampf. Da am vergangenen Freitag der ehemalige Rallye-Weltmeister Ari Vatanen aus Finnland seine Bewerbung für den höchsten FIA-Posten bekanntgegeben hat, wird es zu einer Kampfabstimmung zwischen ihm und Todt kommen.

Tod ging wohl im Streit
Todt, lange Zeit als Beifahrer im Rallye-Sport aktiv, war von 1993 bis 2007 Ferrari-Teamchef. In dieser Zeit holte er Michael Schumacher zur Scuderia. Der 2006 zurückgetretene Schumacher gewann mit den "Roten" fünf WM-Titel. Zuletzt war Todt Geschäftsführer und Generaldirektor bei Ferrari. Er verließ 2008 den Sportwagen-Hersteller, angeblich im Streit mit Ferrari-Chef Luca di Montezemolo.

Wann wird Concorde unterzeichnet?
In seinem Brief ließ Mosley offen, wann das Concorde Agreement, der Formel-1-Grundlagenvertrag, von der FIA, den Teams und dem Rechteinhaber CVC unterschrieben wird. Erst mit der Unterzeichnung wäre der Machtkampf zwischen den FOTA-Rennställen und der FIA beendet und die Zukunft der "Königsklasse" bis 2012 gesichert.

(apa/red)

16.7.2009 15:00
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