Erdrutsch in Deutschland: Suche nach Vermissten noch nicht einmal begonnen
- Angst vor neuen Muren: Suche wäre zu gefährlich
- Mindestens drei Menschen in Erdmassen vermisst

Einen Tag nach dem Erdrutsch in einem früheren Braunkohleabbau-Gebiet in Sachsen-Anhalt haben die Rettungskräfte die Suche nach den Vermissten noch nicht aufnehmen können. Zwar kam es nicht zu weiteren Erdbewegungen, aber die Experten warnten, dass jederzeit weitere Massen abrutschen könnten.
Die Staatsanwaltschaft Magdeburg leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung ein. Wer für den Erdrutsch zur Verantwortung gezogen werden kann, steht noch nicht fest.
Bei dem Höhenunterschied von 140 Metern zwischen dem ehemaligen Standort der Häuser und dem See gilt es als unwahrscheinlich, dass die Bewohner das Unglück überlebt haben könnten. Rund 40 weitere Bewohner von Nachterstedt können bis auf weiters nicht in ihre Häuser zurückkehren.
Drei Menschen vermisst
Nach dem Unglück werden immer noch drei Menschen vermisst. Die Einsatzleitung kam nun zusammen, um mögliche Maßnahmen zur Suche nach Menschen und zur Sicherung zu erörtern. Der Einsatz einer Wärmebildkamera hatte keinerlei Hinweise auf Menschen unter den Schlammmassen am Rand des Concordiasees ergeben. Die Stelle, wo sich die abgerutschten Häuser befinden, ist noch nicht einmal lokalisierbar, wie der Sprecher des Salzlandkreises, Timmi Mansfeld, sagte.
(apa/red)
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