Somalische Piraten lassen Frachter frei: "MS Victoria" nach Monaten freigegeben
- Frachtschiff Anfang Mai im Golf von Aden gekapert
Das Anfang Mai von somalischen Piraten im Golf von Aden gekaperte deutsche Frachtschiff "MS Victoria" ist wieder frei. "Ich kann bestätigen, dass sich das Schiff nicht mehr in der Hand von Piraten befindet", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.
"Der Krisenstab arbeitet weiterhin mit Hochdruck an einer Lösung", betonte er. Angehörige der 24 Besatzungsmitglieder - darunter fünf Deutsche - und Seefahrerverbände forderten die Hamburger Reederei Leonhardt Blumberg dazu auf, endlich eine Lösung zu finden.
Der Frachter "MS Victoria" war 120 Seemeilen nördlich der somalischen Hafenstadt Boosaaso überfallen worden. Es war das siebte deutsche Schiff, das binnen Jahresfrist in die Gewalt der Seeräuber gekommen war. "MS" steht für Motorschiff, auch die englische Abkürzung "MV" (motor vessel) ist gebräuchlich. An Bord befand sich eine elfköpfige, ausschließlich rumänische Besatzung. Das Schiff war auf dem Weg von Indien nach Saudi-Arabien. Es hatte 10.000 Tonnen Lebensmittel geladen. Ob für die Freigabe Lösegeld geflossen ist, war zunächst nicht bekannt.
(apa/red)
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