Bombenanschläge auf Luxushotels: Sieben Ausländer unter den Todesopfern in Jakarta
- Mehr als 60 Menschen bei zwei Attentaten verletzt
- UNO-Sicherheitsrat und Ban verurteilen die Anschläge

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Unter den Toten der Anschläge auf zwei Luxushotels in der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind nach Polizeiangaben sieben Ausländer. Bei den Toten handele es sich allesamt um Männer, sagte der Polizeichef von Ost-Jakarta, Hasanudin, der Zeitung "Jakarta Post".
Die Polizei hat bisher weder Namen noch Nationalität der Anschlagsopfer bekanntgegeben. Einer der Toten ist der Chef der indonesischen Tochter des Schweizer Zementherstellers Holcim, Tim Mackay, wie der Konzern mitteilte. Die Zeitung "Kompas" meldete, es seien auch zwei Australier unter den Toten, deren Zahl mehrfach schwankte. Die Polizei revidierte die Zahl der Toten auf acht, nachdem sie zuvor von neun Todesopfern gesprochen hatte. Danach war in einigen Berichten wieder von neun Toten die Rede, darunter die beiden Selbstmordattentäter.
Über 60 Menschen verletzt
Bei den Anschlägen in den von Ausländern frequentierten Hotels Ritz-Carlton und Marriott waren auch über 60 Menschen verletzt worden. Nach Polizeiangaben sind neben Indonesiern auch US-Bürger, Australier, Südkoreaner, Niederländer, Italiener, Briten, Kanadier, Norweger, Japaner und Inder unter den Verletzten.
Wer hinter den Anschlägen steckt, ist weiter unklar. Die Polizei wollte sich nicht dazu äußern. Das Marriott war bereits 2003 Ziel eines Autobombenanschlags. Damals wurde die militante Islamisten-Gruppe Jemaah Islamiah als Urheber vermutet. Auch jetzt steht die Gruppe nach Ansicht von Experten wieder in Verdacht.
UNO verurteilt Anschläge
Der Weltsicherheitsrat und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilten die Selbstmordanschläge scharf. Die Verantwortlichen und Hintermänner für die "schrecklichen Terroraktionen" müssten zur Verantwortung gezogen werden, forderte der Sicherheitsrat in einer einvernehmlich verabschiedeten Erklärung. Auch die USA und die EU sowie die Islam-Konferenz (OIC) verurteilten die Anschläge.
(apa/red)
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