Neue Sanktionen der UNO gegen Nordkorea:
Enigung auf Kontensperre und Reiseverbote
- Auch Verbot des Kaufs von Waffenbau-Substanzen
- "Sanktionen erreichen jetzt ein höheres Niveau"

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Nach einer Serie von Raketenstarts sowie einem zweiten Atomwaffentest Nordkoreas hat der UNO-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen das kommunistische Land verhängt. Davon betroffen sind fünf ranghohe Funktionäre, vier Handelsfirmen und die staatliche Behörde für Atomenergie. Die Strafmaßnahmen beinhalten Reiseverbote und das Einfrieren von Auslandskonten. Ferner wurde der Verkauf von Graphit- und Para-Aramid-Stoffen an Nordkorea verboten, da diese Substanzen zum Waffenbau genutzt werden können.
Der UNO-Sicherheitsrat stellte sich mit dieser Entscheidung am Donnerstagabend einstimmig hinter die Empfehlungen seines Sanktionsausschusses. Der Vorsitzende dieses Gremiums, der stellvertretende türkische UNO-Botschafter Fazli Corman, wertete es als bedeutenden Schritt, dass erstmals Strafmaßnahmen gegen Einzelpersonen verhängt worden seien: "Das zeigt, dass die Sanktionen jetzt ein höheres Niveau erreichen." Auch China, der bedeutendste Verbündete der Regierung in Pjöngjang, billigte den Beschluss.
Atombehörde im UNO-Visier
Die Sanktionen richten sich unter anderem gegen das Generalbüro für Atomenergie, Nordkoreas wichtigste Atombehörde, die auch das Kernforschungszentrum in Yongbyon betreibt. Betroffen sind ferner die in Pjöngjang ansässigen Handelsunternehmen Namchongang, Korea Hyoksin und Korean Tangun. Auch die in Teheran ansässige Firma Hong Kong Electronics steht auf der Liste. Die fünf mit Sanktionen belegten Personen sind ranghohe Vertreter dieser Institutionen.
Die Beschlüsse sind eine Folge der UNO-Resolution 1874, mit der der Sicherheitsrat am 12. Juni den unterirdischen Atomwaffentest Nordkoreas vom 25. Mai verurteilte. Seither hat das Regime in Pjöngjang noch mehrere Raketen getestet, wogegen der Sicherheitsrat protestiert hat.
UNO-Botschafter: "Große Leistung"
Der japanische UNO-Botschafter Yukio Takasu sprach nach dem Beschluss von einer "großen Leistung". Der britische UNO-Botschafter John Sawers sagte, die Beschlüsse seien ein bedeutender Schritt, um Nordkoreas Streben nach Massenvernichtungswaffen zu unterbinden. Die USA zeigten sich ebenfalls zufrieden.
(apa/red)
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