Die Schweinegrippe ist nicht zu stoppen: Suche nach Impfstoff läuft unter Hochdruck
- WHO spricht von 1. Pandemie des 21. Jahrhunderts
- Mehr als eine Million Menschen bereits angesteckt

Die Schweinegrippe ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht zu stoppen. Die UN-Organisation wies die Pharmahersteller deshalb an, unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen den H1N1-Virus zu arbeiten. Angestellte im Gesundheitsbereich sollten als erste den Impfstoff erhalten.
Die USA wollen offiziellen Angaben zufolge zusätzlich 884 Millionen Dollar für den Kauf von Inhaltsstoffen für ein Impfmittel ausgeben. Die US-Gesundheitsbehörden haben bereits 649 Millionen Dollar in den Kauf von Impfstoffen auf Basis des H1N1-Virus und 283 Millionen Dollar in die Anschaffung von Mitteln zur Stärkung des Immunsystems investiert.
Pandemie
Die sogenannte Schweinegrippe ist die erste Pandemie des 21. Jahrhunderts. Schätzungen zufolge haben sich mehr als eine Million Menschen damit angesteckt. Mindestens 500 Todesfälle sind bekannt. Die UN-Gesundheitsorganisation WHO spricht von einer überwiegend moderat verlaufenden Erkrankung.
Das Schweinegrippe-Virus ist einer Studie zufolge dem Erreger der Spanischen Grippe von 1918 ähnlich. Wie eine Forschergruppe in der Fachzeitschrift "Nature" berichtete, greift das H1N1-Virus eher als die üblichen saisonalen Grippen auf die Lungen über. Dies sei ein Kennzeichen von Viren, die Pandemien auslösen, und insbesondere des Erregers der Spanischen Grippe, schrieb Kawaoka. (apa/red)
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