Donnerstag, 16. Juli 2009

Großbrand im Industriepark bei Klagenfurt:
150 Feuerwehrleute standen im Einsatz

  • Gleich zwei Frimengebäude gingen in Flammen auf
  • Schaden wird auf rund 900.000 Euro geschätzt

Ein Großbrand hat im Industriepark Ebenthal bei Klagenfurt die Produktionsstätten von zwei Firmen praktisch zur Gänze zerstört. Der Schaden wird auf rund 900.000 Euro geschätzt. Der Firmenchef jenes Unternehmens, in dessen Halle das Feuer aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen war, erlitt eine Rauchgasvergiftung.

Knapp nach fünf Uhr früh begann es in der Produktionshalle eines Rollladen-Herstellers zu brennen. Die in der Halle gelagerten Kunststoffe gaben den Flammen reichlich Nahrung, der Brand breitete sich rasend schnell aus. Eine riesige schwarze Rauchsäule stand über dem Areal, die kilometerweit zu sehen war. Die umliegenden Feuerwehren waren zwar rasch zur Stelle, sie konnten aber nicht verhindern, dass die Flammen auf einen benachbarten Metallbau-Betrieb übergriffen.

Insgesamt waren 13 Wehren mit 150 Mann im Einsatz, sie mussten aufgrund der giftigen Dämpfe mit schwerem Atemschutz arbeiten. Zudem herrschte Explosionsgefahr, in einer der Hallen waren Propangasflaschen gelagert, von denen mehrere detonierten. Probleme gab es auch mit der Wasserversorgung, laut Einsatzleitung gibt es in dem Gebiet viel zu wenige Hydranten.

Brandursache unklar
Bis zu Mittag waren die Flammen gelöscht, zwei Feuerwehren blieben jedoch zur Brandwache bei den Ruinen. An ein Betreten der ausgebrannten Hallen war vorerst nicht zu denken, für den Nachmittag waren Kriminaltechniker aus Wien angekündigt, die mit den Erhebungen der Brandursache beginnen sollten.

Sowohl der Rollladen-Hersteller als auch der Metallbaubetrieb wollen den Betrieb weiterführen, in den beiden Firmen sind rund 40 Mitarbeiter beschäftigt. Bis wann die Produktion wieder aufgenommen werden kann, war vorerst aber noch völlig offen.
(apa/red)

16.7.2009 14:35