Vorwürfe gegen Stadler in Spionage-Affäre:
Geheime Kontakte zu Heeres-Abwehramt?
- FPÖ-Mandatar dementiert Vorwürfe derzeit vehement
- Agenten hätten sich offiziell an Volksanwalt gewandt PLUS: Warten auf U-Ausschuss und brisanten Bericht

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Staatsanwaltschaft muss Unterlagen übermitteln
Der ehemalige FPÖ-Mandatar und Ex-Volksanwalt Ewald Stadler soll laut Zeitungsberichten Kontakte zum Heeres-Abwehramt gehabt und von dort auch Daten erhalten haben. Dem widerspricht der nunmehrige BZÖ-Abgeordnete energisch. Stadler wies einen geheimen Informationsfluss strikt zurück.
In den genannten Fällen hätten sich die Betroffenen als Beschwerdeführer an ihn (in seiner damaligen Funktion als Volksanwalt) gewandt. Alles sei offiziell "veraktet" und auch nachzulesen, hieß es aus dem BZÖ.
Daten bei Stadler gelandet?
Die "Presse" schreibt, dass ein Teil jener Daten, die angeblich aus dem Heeres-Abwehramt herausgespielt wurden, bei Stadler gelandet sein sollen. Stadler habe im Eurofighter-Untersuchungsausschuss (2006/2007) Informationen vorgebracht, die er nur vom Abwehramt haben konnte, berichtet die "Presse" mit Verweis auf "Insider".
"Die Leute sind nicht geheim aufgekreuzt"
Im "Kurier" verwies man auf einen Streit unter Heeresagenten im Jahr 2001 - bekanntgeworden unter dem Begriff "Causa Martina". Unter anderem hätten sich betroffene Agenten mit Beschwerden an den damaligen Volksanwalt Stadler gewandt. Dieser bestreitet dies auch gar nicht, sagt aber, es sei alles mit rechten Dingen zugegangen. "Die Leute sind nicht geheim aufgekreuzt", sondern als Beschwerdeführer. Er habe auch noch Fälle in Erinnerung, wo die Prüfung dann auch zu Missstandsfeststellungen geführt habe. Es sei jedenfalls alles offiziell über die Volksanwaltschaft gelaufen, diese Fälle seien auch nachzulesen. Die "Causa Martina" sei sogar als Bericht der Volksanwaltschaft an das Parlament aufgelistet.
(apa/red)
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