Montag, 13. Juli 2009

Häftling grub sich Fluchtweg mit Besteck: Filmreifer Fluchtversuch aus Gefängnis

  • Feldkirch: Loch wegen Kratzgeräuschen entdeckt
  • 24-Jähriger erhielt nun weitere sechs Monate Haft

Ein 24-jähriger Insasse der Justizanstalt Feldkirch hat im Frühjahr über mehrere Wochen gemeinsam mit einem Zellengenossen versucht, mit Essbesteck ein Loch in die Gefängnismauer zu graben. Der filmreife Fluchtplan wurde jedoch entdeckt. Der Mann, der zu einer vierjährigen Haftstrafe wegen gewerbsmäßigen schweren Diebstahls verurteilt ist, erhielt nun weitere sechs Monate Haft.

Er wollte sich offenbar mit dem Freiheitsentzug nach seiner Verurteilung im April nicht abfinden. Gemeinsam mit seinem Zellenkumpan kratzte er mit Hilfe von Stuhlbeinen und Essbesteck ein Loch aus der Wand. Da das Bettgestell die Sicht auf den geplanten Fluchtweg versperrte, wurde die 40 mal 50 Zentimeter große Wandöffnung von den Justizwachebeamten zunächst nicht bemerkt. Die Kratzgeräusche verrieten die Möchtegernausbrecher dann aber doch.

Angeblich hatten die beiden geplant, sich nach dem Durchbruch über das Loch auf eine Gefängnismauer abzuseilen und so auszubrechen. Der 24-Jährige nahm seine erneute Verurteilung gelassen. Für den Prozess war der Mann aus der Justizanstalt Garsten nach Vorarlberg überstellt worden, wo er derzeit seine Haftstrafe absitzt. Sein Komplize bei dem Ausbruchsversuch wartet weiter in Feldkirch auf seinen Prozess.

(apa/red)

13.7.2009 19:25