Pröll sagt "Nein" zu Auflösung der ÖIAG:
Vorschlag für ihn "inhaltlich nicht richtig"
- Finanzminister hält nur Details für verhandelbar
- Kanzler mit "denkbar ungünstigstem Zeitpunkt"

·Faymann fordert die
Auflösung der ÖIAG
Für Pröll ist Vorschlag momentan kein Thema
·Lässt der Kranich
die AUA doch bleiben?
Lufthansa wird Angebot wohl nicht nachbessern
·Postschließungen: Niemand war schuld
SPÖ und ÖVP schieben sich Schwarzen Peter zu
Vizekanzler und ÖVP-Obmann Josef Pröll hat die Forderung von Bundeskanzler Werner Faymanns nach einer Auflösung der ÖIAG abgelehnt. Der Vorschlag sei nicht nur vom Zeitpunkt her "verfehlt" sondern auch "inhaltlich nicht richtig", sagte der Finanzminister in einer Pressekonferenz nach dem ÖVP-Bundesparteivorstand.
Die ÖIAG habe beim Abbau der Staatsschulden gute Arbeit geleistet und sie solle das Beteiligungsmanagement für den Staat weiter fortsetzen, meinte Pröll. Man könne über Details reden, das Grundkonstrukt der Staatsholding sei aber in Ordnung, sie solle auch in Zukunft ihren Dienst tun.
"Denkbar ungünstigster Zeitpunkt"
Darüber hinaus hat Faymann für seinen Vorstoß nach Ansicht Prölls auch den "denkbar ungünstigsten Zeitpunkt" gewählt. Die Vertreter der ÖIAG seien derzeit täglich unterwegs, um mitzuhelfen, den Verkauf der AUA an die Lufthansa doch noch unter Dach und Fach zu bringen. Diesen Deal sollte man "nicht über die Bande gefährden", richtete der Finanzminister seinem Koalitionspartner aus.
Gleichzeitig wollte er diese Differenz zwischen den beiden Regierungspartnern nicht dramatisieren. Pröll verwies darauf, dass es in dieser Frage schon seit Jahren unterschiedliche Meinungen geben und diese auch durch die unterschiedliche Geschichte der beiden Parteien bedingt seien. Deshalb akzeptiere er die andere Herangehensweise der SPÖ. Er habe auch schon mit Faymann darüber gesprochen, sagte Pröll.
(apa/red)
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