Ein Kultbeisl ist auferstanden: Herbert Hacker über das "Blauensteiner" in Wien
- Ehemaliges Treff hat seine Pforten wieder geöffnet
- Zahlreiche Gäste trotz unterdurchschnittlicher Küche

·gourmettipp: Neues
Leben für ein Kultbeisl
Herbert Hacker über das
"Blauensteiner" in Wien
·gourmettipp: Ausflug
in die Siebzigerjahre
Herbert Hacker über das
"Varga" im Burgenland
·gourmettipp: Flash-
back auf der Zunge
Herbert Hacker über das
"M-Art" in Wien
·gourmettipp: Gast-Thai aus Vietnam
Herbert Hacker über Wini
Bruggers Gast David Thai
·gourmettipp: Statt Prassen Brasserie
Herbert Hacker über "Le Salzgries Paris" in Wien
·gourmettipp: Gastro-
meile beim Finanzamt
Herbert Hacker über das "blueorange" in Wien
·gourmettipp: Brotberuf und Weinbar
Herbert Hacker über das "Tinto Rosso" in Wien
·gourmettipp: Aufstieg
einer Hendlstation
Herbert Hacker über das Gasthaus Thallern
·gourmettipp:
Die Gut-Menschen
Herbert Hacker über den Heurigen "Gut drauf"
Es gibt Lokale, die gefragt sind, wo man aber nicht so sehr wegen des Essens hingeht. Doch weshalb kommen die Leute dann? Im Falle des dieser Woche wiedereröffneten Blauensteiner (Untertitel: Gastwirtschaft zur Stadt Paris) scheint die Antwort jedenfalls nicht ganz einfach zu sein.
Vielleicht, weil das Blauensteiner in früheren Zeiten eine Art Kultbeisl war ein Treffpunkt der Wiener Boheme, der Künstler, Journalisten und weinseligen Nacht-Denker. Vielleicht aber auch deshalb, weil das legendäre Eckwirtshaus lange Jahre geschlossen war und der Hausherr Franz Blauensteiner sich hartnäckig geweigert hatte, das Wirtshaus wieder aufzusperren. Stattdessen hockte er täglich mit seinen Freunden in einem Winkel und spielte Karten, was vorbeiziehende Passanten von außen stets mit Verwunderung zur Kenntnis nahmen. Jedenfalls ist das wiederauferstandene Beisl seit Montag jeden Tag bummvoll.
Die Einrichtung wurde nur unmaßgeblich runderneuert, das Licht hätte etwas freundlicher und wärmer ausfallen können und ist eine weitere Bestätigung dafür, dass Energiesparlampen öd sind. Und die Küche? Ja, die kann im Moment sicherlich auch noch kein Grund dafür sein, dass so viele hingehen. Denn das Kalbsherz mit Semmelknödel ist ziemlich langweilig, und die Lammschlögelstücke in Kernölschaum mit Polenta eigentlich kaum zu verdauen. Selbst das Wiener Schnitzel ist bestenfalls nur guter Durchschnitt. Sollte sich die Küche nicht dramatisch steigern, bleibt die Frage, weshalb so viele ins Lokal drängen, bis auf weiteres höchst rätselhaft.
NAME: Blauensteiner Gastwirtschaft zur Stadt Paris
ADRESSE: 1080 Wien, Josefstädter Straße 4, Tel.: 01/405 14 67
ÖFFNUNGSZEITEN: Mo.Fr. 1122 Uhr
PREISE: Vorspeisen bis 7,20, Hauptspeisen bis 12,80 Euro
Weltnichtrauchertag 201209:13
Mehr Lust auf SexSchöner, lustvoller und reicher. Warum es sich auszahlt, Nichtraucher zu werden.
London08:05
London callingVibrierend, paradox, kunst- und geldverliebt. Sechs Tipps für die Stadt der Olympischen Spiele 2012.
Stopfleber Gänse & Enten08:04
Verbot von Foie grasAb Juli ist Verkauf in Kalifornien untersagt - Gourmetköche laufen jetzt Sturm

