Letzter Vorhang für den "King of Pop": Die Welt nimmt Abschied von Michael Jackson
- Zehntausende Fans bei Trauerfeier in Los Angeles
- Epochales Ereignis: Live-Übertragung in alle Welt
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Heute heißt es für Millionen Menschen rund um den Globus Abschied nehmen vom "King of Pop". Im gigantischen Staples Centre in Los Angeles findet eine öffentliche Trauerfeier statt, schon zwei Stunden vorher wird Michael Jackson im kleinsten Familienkreis auf dem Forest-Lawn-Friedhof beigesetzt werden. Zum Abschied wird ein wahres Medienspektakel erwartet: Weltweit übertragen Fernsehsender die Trauerfeier, in Los Angeles werden zehntausende Fans erwartet.
Michael Jacksons Tod ist eines jener Ereignisse, bei denen vermutlich jeder auch noch in zehn Jahren wissen wird, wo er war, als ihn die Nachricht ereilt hat. Wie bei Prinzessin Dianas Tod oder dem 11. September 2001. Obwohl vom Ablauf der Trauerfeier noch gar nichts an die Öffentlichkeit durchgesickert ist, bereitet sich die Welt auf ein epochales Medienereignis vor. Allein der ORF überträgt vier Stunden live aus Los Angeles - so wie alle namhaften Fernsehstationen weltweit. Auch im Internet soll ein Live-Stream eingerichtet werden.
Dabei sind heute, zwölf Tage nach dem überraschenden Tod Jacksons, die genauen Ursachen dafür noch immer nicht geklärt. Fest steht nur, dass keine äußere Gewalteinwirkung schuld war am plötzlichen Herzstillstand des "King of Pop". Und während genau deswegen noch zwei Untersuchungen unabhängig voneinander laufen, geht die Mehrheit davon aus, dass Jackson von einer Medikamenten-Überdosis dahingerafft wurde.
Warum er?
Doch das "wodurch" wird heute nicht im Vordergrund stehen. Heute geht es für Jacksons Familie und Millionen trauernder Fans noch einmal um das "warum". Warum gerade der "King of Pop"? Warum so früh? Warum so wenige Tage vor seinem Comeback?
Immerhin 1,6 Millionen Menschen hatten sich beworben, um eines der 17.500 Gratis-Tickets für die Trauerfeier zu ergattern. Sie, und Millionen Fernsehzuschauer, werden heute live miterleben, wie ein Mythos geschaffen wird. Und so werden sich in zehn Jahren zwar Millionen Menschen an eine spektakuläre Trauerfeier erinnern können, daran, dass man dem zuletzt gezeichneten Jackson aber kaum ein einziges Konzert - geschweige denn eine Abschiedstour mit 50 Auftritten - zugetraut hätte, nicht mehr.
(Agnes Sagmeister)
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