Sonntag, 12. Juli 2009

Porsche-Eigentümer beraten über Zukunft: Rettung aus der Wüste oder VW-Umarmung

  • Aufsichtsrat entscheidet über Katar- und VW-Angebot
  • Zusammentreffen der Porsche- und Piech-Familein

Rettung aus der Wüste oder Umarmung von VW: Nach monatelangem Tauziehen könnte die Entscheidung über die Zukunft von Porsche unmittelbar bevorstehen. Die Eigentümerfamilien treffen sich jedenfalls in Salzburg, wie es informierten Kreisen hieß. Bis zur 100-Jahr-Feier für die VW-Tochter Audi in Ingolstadt soll alles in trockenen Tüchern sein.

Branchenkreisen und übereinstimmenden Medienberichten zufolge bietet das Emirat Katar rund sieben Milliarden Euro für 25 Prozent an dem Stuttgarter Konzern und für ein Paket von VW-Aktienoptionen aus dessen Besitz. VW wiederum bietet laut "Spiegel" inzwischen deutlich über vier Milliarden für 49,9 Prozent an der Porsche-Sportwagensparte.

Bei dem Sportwagenbauer soll am 23. Juli der Aufsichtsrat über die Entschuldung des Unternehmens und die Zusammenarbeit mit VW entscheiden. Berichten zufolge wollen die Familien Porsche und Piech, die alle Stammaktien an der Obergesellschaft Porsche SE halten, aber schon in der kommenden Woche eine Einigung finden. Mit Katar habe der Porsche-Vorstand bereits "endverhandelt", hatte es vergangene Woche aus Kreisen geheißen. Es liege ein Konzept vor. Porsche-Chef Wiedeking favorisiert Berichten zufolge einen Katar-Einstieg, während der mächtige VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Piech einen Einstieg von VW anstrebt.

Volkswagen hat Berichten zufolge sein ursprüngliches Angebot für Porsche nachgebessert. Statt 3 bis 4 Mrd. Euro würden nun deutlich über 4 Mrd. für 49,9 Prozent am Sportwagenbauer Porsche AG geboten.(apa/red)

12.7.2009 18:18