OMV darf ihre Rohre durch Türkei verlegen:
Mitterlehner meldet Erfolg bei Nabucco-Plan
- Türkische Regierung stimmt Entwürfen offenbar zu
- Projekt soll das Problem der Gasversorgung lösen

·Kostbare "Rohrpost"
vom Kaspischen Meer
OMV will mit der Pipeline
Nabucco mehr Gas geben
·"Nabucco": Gas ohne Russland in Reichweite
Regierungsabkommen zu neuer Pipeline noch 2009
In der Chefetage der OMV dürfte derzeit Partystimmung herrschen: Der Mineralölkonzern darf die geplante Nabucco-Pipeline vom Kaspischen Meer nach Österreich bauen. Grundlage dafür ist ein Regierungsabkommen mit der Türkei, das laut Wirtschaftsminister Mitterlehner am kommenden Montag unterschrieben werden soll. Bis zuletzt spießten sich die Verhandlungen an der Frage, welchen Anteil des durch die Pipeline transportierten Erdgases die Türkei für sich beanspruchen kann. Dieser Streitpunkt konnte nun offenbar endlich ausgeräumt werden.
Genau Details sind aber noch nicht bekannt. Durch die Türkei soll der größte Teil der 3.300 Kilometer langen Leitung verlaufen. "Österreich hat in der Entstehungsgeschichte von Nabucco eine besondere Rolle. Ich freue mich daher sehr, dass die Verhandlungen so konstruktiv abgeschlossen worden sind", so Mitterlehner.
"Die Gaskrise zu Jahresbeginn 2009 hat gezeigt, dass Europa zur Sicherung der Versorgung seine Lieferrouten für Gas diversifizieren muss. Das Projekt Nabucco ist aber nicht gegen Gazprom oder gegen andere Projekte gerichtet, sondern ist als Ergänzung zu russischem Gas zu sehen", sagte Mitterlehner weiter. "Die Partnerschaft mit Russland bleibt für uns von großer Bedeutung."
Ausweg aus der Gaskrise?
Die Länder, durch welche die Nabucco-Pipeline führen wird, waren besonders stark von der Gaskrise zu Jahresbeginn betroffen. Nabucco führt neben Österreich durch die Länder Ungarn, Bulgarien, Rumänien und die Türkei. Als mögliches Lieferland ist Aserbaidschan in die laufenden Kontakte eingebunden.
Die OMV, die federführend am Nabucco-Projekt beteiligt ist, gab offiziell die Verpflichtung des ehemaligen deutschen Außenministers Joschka Fischer als politischen Berater für das Nabucco-Projekt bekannt. Aus diesem Zweck haben die OMV einen zunächst bis 2010 befristeten Vertrag mit Fischer abgeschlossen.
(apa/red)
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