Heimischen Banken künftig krisensicher? Raiffeisen & Co. überzeugen im Risikotest
- Sicherheit sogar bei schärferer Rezession gegeben
- "Stresstest" mit Verdoppelung der Kredit-Ausfälle

·Nowotny: Ende der Osteuropa-"Hysterie"
OenB-Gouverneur: "Gibt kein spezielles Problem"
·Geraten Österreichs
Banken ins Wanken?
OECD warnt vor Gefahren
für heimische Finanzwelt
·FORMAT: Bankhäuser
bunkern weiter Bares
Wirtschaft ächzt unter
knausriger Kreditvergabe
Von Bankenkollaps keine Spur: Entgegen der Unkenrufe von OECD und diversen Analysten zwingt selbst die Rezession Österreichs Banken nicht in die Knie. Um das festzustellen, wurden die großen Institute einem "Stresstest" unterzogen, bei der die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) überprüfte, wie belastbar die Branche ist. Vorweg: Aus Sicht der Notenbank besteht kein Grund zur Sorge.
Unter der Annahme, dass die Krise in Mittel-/Ost- und Südosteuropa - inklusive GUS - 2009 schärfer wird und 2010 anhält, wurde eine zusätzliche Belastung für das Kreditportfolio der heimischen Banken errechnet.
Im Stresstest bedeutet das Szenario für die Banken eine Verdopplung der Kredit-Ausfallsquote im Inland, im "Aggregat" der Zentral-/Südosteuropa- und GUS eine Verdreieinhalbfachung. Das ergäbe über zwei Jahre eine Ausfallsquote von fast 10 Prozent am heimischen Markt und nahezu 20 Prozent im Osten.
Fazit der OeNB: Alle österreichischen Großbanken blieben dabei über dem gesetzlich nötigen Kapital, um ihr Geschäfte fortsetzen zu können. In den wenigen Fällen, in denen einige kleinere Institute unter eben diese Mindestanforderung (4 Prozent) fallen, ist festzuhalten, dass der Kapitalbedarf dieser Banken, um das regulatorische Mindesterfordernis zu erreichen, weniger als ein halbes Prozent der anrechenbaren Eigenmittel des österreichischen Bankensystems ausmacht, so die Notenbank.
(apa/red)

