Weiche Knie beim neuen Real-Superstar:
"Mein Kindheitstraum ist wahr geworden"
- Präsentation vor 80.000 Fans lässt Ronaldo nicht kalt
- Trikots mit Nr. 9 gehen weg wie warme Semmeln

Spaniens Fußball-Rekordmeister Real Madrid macht mit seinem neuen Idol Cristiano Ronaldo bereits bares Geld: Vom Trikot mit der Nummer "9" und dem Namenszug des Portugiesen wurden bereits mehr als 5.000 Stück verkauft, wie der spanische Rundfunk, nicht einmal 16 Stunden nach der offiziellen Präsentation von Ronaldo in Madrid, berichtete.
Ein Ronaldo-Shirt kostet 80 Euro. Die Clubführung und auch der Ausrüster adidas hoffen, dass Ronaldo an die Zahlen des Engländers David Beckham herankommt, der in seiner ersten Saison beim spanischen Rekordmeister mehr als 300.000 Trikots verkaufte und allein damit schon für Millioneneinnahmen sorgte.
Der 24-Jährige hatte sich eigentlich wie bei seinem vorigen Verein Manchester United die "7" als Rückennummer gewünscht, diese gehört jedoch Kapitän Raul. Die "9" hatte bei Real Madrid unter anderem Fußballlegende Alfredo di Stefano getragen.
Ronaldo war am Montagabend bei seiner offiziellen Vorstellung im Santiago-Bernabeu-Stadion von rund 80.000 Fans gefeiert worden und hatte damit für die bisher größte Präsentation in der Fußball-Geschichte gesorgt. Den Rekord hielt bisher der Argentinier Diego Armando Maradona, der 1984 von etwa 70.000 Fans beim SSC Napoli begrüßt worden war. Allerdings mussten die Tifosi damals Eintritt bezahlen, die Vorstellung Ronaldos bei den "Königlichen" war hingegen nicht mit Kosten für die Zuschauer verbunden.
Weiche Knie beim Superstar
Beim Anblick der imposanten Kulisse bekam selbst Ronaldo weiche Knie. Der Superstar war so ergriffen, dass er zunächst nach Worten rang und ihm die Tränen in die Augen schossen. "Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Für mich ist ein Kindheitstraum wahr geworden", sagte Ronaldo. Als er die Fans dann aufforderte, mit ihm Reals Schlachtruf "Hala, Madrid" (Vorwärts, Madrid) einzustimmen, hatte der mit einer Ablösesumme von 80 Millionen Pfund (rund 93 Millionen Euro) und einem Jahres-Nettogehalt von 13 Millionen Euro teuerste Kicker der Welt das Publikum schon endgültig für sich gewonnen.
"Mit Cristiano Ronaldo ist einer jener auserwählten Fußballer zu Real Madrid gekommen, die die Fans in aller Welt zu begeistern vermögen", sagte Vereinsboss Florentino Perez. "Die Fans werden Dir alles geben. Sie werden Dir aber auch alles abverlangen", warnte er in Richtung des Rekordmannes, der auf einem grünen Podest von den neun Europapokal-Trophäen des Clubs und den Fußballlegenden Eusebio und Alfredo di Stéfano flankiert wurde und erstmals am 26. Juli im sogenannten Peace Cup im Bernabeu-Stadion für Real Madrid spielen wird.
(apa/red)
