Pelé ist Trikot-Küssen ein Dorn im Auge:
Spieler folgen nur noch dem Ruf des Geldes
- Fußball-Legende hätte gerne Budget-Obergrenze
- Dreifacher Weltmeister über Entwicklung besorgt

·Weiche Knie beim neuen Real-Superstar
Dressen gehen weg wie die warmen Semmeln
·94-Millionen-Mann
erobert die Hauptstadt
Madrid: 80.000 Fans feiern Cristiano Ronaldo
·Bayern stellen Ribery
ein letztes Ultimatum
Sportliche Zukunft muss bis 16. Juli feststehen
Die zuletzt horrenden Ablösesummen und extrem hohen Spielergehälter haben auch Brasiliens Fußball-Legende Pele nachdenklich gemacht. Der dreifache Weltmeister plädierte im Zuge seiner Reise nach Nigeria, wo er die Werbetrommel für die Olympia-Bewerbung von Rio de Janeiro um die Sommerspiele 2016 rührte, für eine Budget-Obergrenze im Profigeschäft.
Pele will verhindern, dass der Einfluss von Milliardären im Fußball weiter zunimmt. "Zu meiner Zeit war es anders, wir hatten nicht solch große Sponsoren", betonte der 68-Jährige. "Heute gibt es große Sponsoren und große Konzerne, die den Fußball unterstützen. Doch ich und die FIFA sind der Meinung, dass diese kontrolliert werden müssen."
Vor allem Real Madrid hatte zuletzt mit dem Rekordtransfer von Cristiano Ronaldo um 80 Millionen Pfund (rund 93 Mio. Euro) sowie den sündteuren Verpflichtungen von Kaka und Karim Benzema für Schlagzeilen gesorgt.
"Wenn heute Manchester United, Real Madrid, Milan oder irgendein anderer Club einen neuen Spieler vorstellt, dann küsst er das Club-Trikot. Doch am nächsten Tag geht er zu einem anderen Club und küsst dessen Trikot. Dieser Entwicklung, so denke ich, sollten wir im Hinblick auf die nächste Generation mehr Aufmerksamkeit schenken", meinte Pele.
