Bankrottklub FC Valencia vor der Rettung:
Ex-Präsident hat 500 Millionen aufgetrieben
- Entmachteter Präsident zieht Investor aus dem Hut
- Valencia sitzt auf 450 Millionen großem Schuldenberg

Vicente Soriano, der im März entmachtete Präsident des spanischen Fußball-Spitzenclubs Valencia, hat nach eigenen Angaben einen Investor aufgetrieben, der dem finanzmaroden Erstligisten mit 500 Millionen Euro zu Hilfe kommt. Soriano erklärte, dass er an der Spitze der Inversiones Dalport SA stehe, die 51 Prozent der Anteile an dem Club übernommen hat. Valencia soll laut Medienberichten 450 Millionen Euro Schulden angehäuft haben.
Soriano verweigerte eine detaillierte Auskunft über die Geldgeber, er meinte lediglich, dass es ein großes weltweit tätiges Unternehmen sei. "Der Club hatte ein ernstes Liquiditätsproblem, welches das Wachstum behinderte. Die Existenz von Valencia war in Gefahr, aber das ist nicht mehr länger der Fall", betonte Soriano. Die Finanzprobleme der Hafenstädter gehen darauf zurück, dass der Club infolge der Immobilienkrise bisher keinen Käufer für das Gelände seines Mestalla-Stadions fand. Bauarbeiten am neuen Stadion, das im kommenden Jahr eingeweiht werden sollte, waren wegen Geldmangels gestoppt worden.
Ob die Rückkehr von Soriano die Abwanderung der Topstars verhindern kann, ist fraglich. Zuletzt war der Wechsel von Stürmer David Villa zu Barcelona und der Abgang von Mittelfeldspieler David Silva zu Real Madrid im Raum gestanden. Verteidiger Raul Albiol war Ende Juni für 15 Millionen nach Madrid gewechselt. Gegen Ende der abgelaufenen Saison hatten die Valencia-Spieler vergeblich auf die Auszahlung ihrer Gehälter gewartet.
(apa/red)
