Freitag, 10. Juli 2009

Keine Kracher in der Alpenrepublik: Große Namen machen Bogen um Österreichs Liga

  • Gerücht um Ze Roberto sorgte kurz für Hoffnung
  • Trost: Halbgroße Namen bleiben der Liga erhalten
    MEINUNG: Zufrieden mit dem Niveau der Bundesliga?

Ronaldo, Kaka, Diego oder Gomez: Der heurige Transfersommer geizt definitiv nicht mit großen Namen. Nur ein kleines Land inmitten des „alten“ Kontinents ist gefeit vor der Fußball-Prominenz, vor der Elite des runden Leders, vor den ganz großen Krachern im laufenden Wechsel-Feuerwerk. Kleiner Tipp: Es hat neun Bundesländer, zehn Bundesligisten und in der Regel keinen Vertreter in den Europacup-Hauptbewerben.

Zugegeben, man kann nicht erwarten, dass österreichische Vereine bei aktuellen oder ehemaligen Weltfußballern mitsteigern, doch zumindest Lederstreichler mit einer glorreichen Vergangenheit fanden in unregelmäßigen Abständen den Weg in die Liga zwischen Cashpoint Arena und Pappelstadion. Man denke dabei nur an Kempes, Savicevic, Giannini oder zuletzt Zickler und (Rückkehrer) Jancker. Doch nichts davon, selbst alternde Altstars machen mittlerweile einen großen Bogen um die Alpenrepublik.

Hoffnung - Aber nur ganz kurz
Kurz, ganz kurz kam Hoffnung auf, denn es kursierte das Gerücht, die Salzburger Bullen hätten Ze Roberto am Haken. Jenen Edeltechniker vom großen FC Bayern München, dessen Ehefrau unbestätigten Gerüchten zufolge schon mal mit Scheidung gedroht hat, weil er so zärtlich mit dem runden Leder umgeht. Doch rasch war die Hoffnung dahin, der Brasilianer zog schließlich die deutsche der österreichischen Liga vor. Wen wundert’s.

Geld regiert nicht die (Fußball-)Welt
Die mit der Energie und dem Geldbörsl von Didi Mateschitz ausgestatteten Mozartstädter waren bisher eigentlich die größte Hoffnung auf ein bisschen fußballerischen Glamour, doch nicht ohne Grund engagiert sich der Dosen-Konzern nun auch im deutschen Fußball. Man hat wohl eingesehen, dass kein Geld der Welt die ganz großen Stars nach Österreich bringt. Trainingslager mal ausgenommen.

Halbgroß ist doch auch etwas
Ein kleiner Trost: Die wenigen halbgroßen Namen, über die der heimische Fußball verfügt, sind erhalten geblieben. Janko, Hoffer, Acimovic oder Muratovic werden weiter die Liga dominieren. Darauf zumindest können sich die heimischen Fans freuen.

(Kim Son Hoang)

10.7.2009 16:28