Sonntag, 12. Juli 2009

Echte Glanzleistung: Schweizer Albasini holt
sich Gesamtsieg bei Österreich-Rundfahrt

  • 1:12 Minuten Vorsprung nach der Abschlussetappe
  • Tiroler Stefan Denifl sichert sich Platz in Top Ten

Michael Albasini hat die 61. Österreich-Radrundfahrt als Gesamtsieger beendet. Der 28-jährige Schweizer hatte nach acht Etappen 1:12 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Ukrainer Ruslan Pidgornij. Auch der Tiroler Stefan Denifl sieht sich auf einem guten Weg zu einem Spezialisten für Etappenrennen. Der 21-Jährige aus dem Team Elk Haus bestätigte bei seiner zweiten Teilnahme an der heimischen Rad-Tour auf den Bergen seine Qualitäten und will schon nächstes Jahr für einen Profi-Rennstall aus dem Ausland fahren.

Albasini, der vor drei Wochen in Tirol (Serfaus) auch die Königsetappe der Tour de Suisse gewonnen hatte, stuft den jüngsten Erfolg hoch ein. "Der ist sehr wichtig für mich, denn ich habe in den letzten zwei Jahren versucht, mich zu einem Rundfahrer zu entwickeln. Ich sehe, dass ich auf dem richtigen Weg bin", erklärte der Profi des Columbia-Teams.

Starke Leistung auch im Einzelzeitfahren
Um seine Kletter-Qualitäten hatte Albasini gewusst, im Gelben Trikot bewiess er auch im Einzelzeitfahren im Burgenland Klasse und belegte Rang fünf. "Es ist super, dass ich gerade da mein Bestes aus dem Hut ziehen konnte. Es liegt auch am Kopf, man muss von seinem Vermögen überzeugt sein", erklärte der Familienvater aus dem Kanton Aargau, der auf der zweiten Etappe aus einer Ausreißergruppe heraus auf dem Kitzbüheler Horn triumhiert und dort den Grundstein gelegt hatte.

Denifl "voll zufrieden"
Denifl hatte als Zehnter auf dem Horn und als Elfter der Glockneretappe nach Prägraten seine besten Platzierungen erreicht und war mit dem Tour-Verlauf "voll zufrieden". Der gute Kletterer will sich im Zeitfahren steigern, sieht diese Entwicklung aber als mehrjährigen Plan. "Es dauert sicher noch einige Jahre, bis ich beständiger werde."

Der Gewinner der heurigen U23-Thüringen-Rundfahrt und Siebente der Bayern-Rundfahrt sucht schon für 2010 einen Arbeitgeber im Ausland. "Vom Talent her sollte es möglich sein, aber für einen Österreicher ist es derzeit nicht leicht, der Ruf ist nicht so gut", sagte Denifl in Anspielung auf die jüngsten Dopingskandale um Bernhard Kohl und Christian Pfannberger. (apa/red)

12.7.2009 17:06