Ausreißer Barta holt sich die vierte Etappe:
Tscheche kommt als Erster in Wolfsberg an
- Fünfergruppe hängt Feld um ganze elf Minuten ab
- Albasini verteidigt sein Gelbes Trikot problemlos

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Nach den zwei Bergetappen der Österreich-Rundfahrt war für die Besten der Gesamtwertung Kräftesparen angesagt. So hatten auf dem vierten und längsten Teilstück von Lienz nach Wolfsberg (217 km) Ausreißer ihre Chance und der Tscheche Jan Barta nützte die Gunst der Stunde. Der Legionär des oberösterreichischen Teams KTM Braunau feierte vor vier Fluchtgefährten seinen bisher größten Erfolg. Das Gelbe Trikot von Michael Albasini war ungefährdet, der Schweizer verteidigte im Feld trotz des Rückstands von fast elf Minuten die Gesamtführung souverän.
Der 24-jährige Barta hatte sich rund sechs Kilometer vor dem Ziel gemeinsam mit dem Spanier Joaqim Novoa aus der Spitzengruppe abgesetzt, konterte rund 500 Meter vor dem Ziel eine Attacke seines Rivalen und triumphierte mit neun Sekunden Vorsprung. "Ich musste attackieren, weil ich im Sprint nicht so stark bin", sagte Barta, der seit dem Vorjahr das KTM-Trikot trägt. Die Gruppe hatte sich nach rund 70 Kilometern abgesetzt und bedeutete keine Gefahr für Albasini. Ihr Bester, der Vorarlberg-Legionär Reto Hollenstein, hatte rund 20 Minuten Rückstand.
Harte Angriffe
Albasinis Equipe Columbia musste in der ersten Stunde hart arbeiten, um Attacken gefährlicher Fahrer zu unterbinden. "Es war schwierig, es gab viele Angriffe", sagte der 28-Jährige. Eine große Gruppe wollte er nicht weglassen, weil diese einen noch größeren Vorsprung herausholen hätte können. "Und wir sind nur noch zu sechst", erklärte der Schweizer. So dauerte es etwa eineinhalb Stunden, bis sich die aus seiner Sicht "richtige" Gruppe gebildet hatte und auch wegfahren durfte. Auf den letzten 40 Kilometern reduzierte sich ihr Vorsprung von fast 15 Minuten noch um ein Drittel.
Der Deutsche Andre Greipel, der im Vorjahr in Wolfsberg gewonnen hatte, entschied 10:55 Minuten hinter Barta den Sprint des Feldes für sich und belegte Rang sechs. Es ging nur noch um die Ehre, dennoch war kein Österreicher im Vorderfeld zu finden. Rupert Probst (Wels Gourmetfein) landete als bester ÖRV-Fahrer an der 20. Stelle, der nach einem schweren Sturz und langer Pause um seine Form kämpfende Rene Haselbacher, der Vorjahrs-Zweite in Wolfsberg, rollte als 78. über die Linie.
Elk-Team nicht im Spitzenfeld
Das Team Elk Haus hatte keinen Fahrer in der Spitzengruppe, Stefan Denifl behielt als Gesamt-Achter (+2:11) das Trikot des besten Österreichers. "Der Beginn war sehr hart, wir sind die erste Stunde mit 50 km/h Schnitt gefahren, aber am Schluss war das Tempo gleichmäßig hoch, das war okay", erklärte der Stubaier. Er will auf den kommenden zwei Etappen Kräfte sparen und am Samstag im Zeitfahren am Neusiedlersee seinen Top-Ten-Rang erfolgreich verteidigen.
(apa/red)
