Lebenslang für Chef der "Barbarenbande":
Jude wurde in Frankreich zu Tode gefoltert
- 23-Jähriger in dreiwöchigen Geiselhaft brutal gequält
- Tat hatte die Gemüter in ganz Frankreich erschüttert

Der Anführer der sogenannten "Bande der Barbaren", Youssouf Fofana, ist in Paris wegen eines brutalen Mordes an einem 23 Jahre alten Juden im Januar 2006 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zwei weitere Rädelsführer wurden zu 15 und 18 Jahren Haft verurteilt. Eine zur Tatzeit minderjährige Frau, die als Lockvogel gedient hatte, wurde zu neun Jahren Haft verurteilt.
Von den insgesamt 27 Angeklagten wurden nach einer Prozessdauer von zweieinhalb Monaten zwei freigesprochen, wie französische Medien berichteten. Der Prozess, der zweieinhalb Monate gedauert hat, fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil Komplizen Fofanas zur Tatzeit noch minderjährig waren. Die Tat hatte in Frankreich nicht zuletzt wegen ihres antisemitischen Hintergrunds die Gemüter erschüttert.
Der 28 Jahre alte Fofana, der aus der Elfenbeinküste stammt, hatte während des Prozesses zugegeben, dass er allein die tödlichen Schläge gegen Ilan Halimi geführt hatte. Halimi war während seiner mehr als dreiwöchigen Geiselhaft so brutal gequält worden, dass dieser schließlich an den Folgen der Folter starb. Halimi war am 20. Januar 2006 in eine Falle gelockt und am 13. Februar nackt und sterbend nahe Paris gefunden worden.
(apa/red)
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