Alarmstufe rot nach Regenfällen: Erneut zahlreiche Erdrutschungen in der Steiermark
- Einsatzleitung: Derzeit keine Entspannung in Sicht
- Bereits rund 600 Erdrutschungen im Bezirk Feldbach

Erdrutschgefahr in der Steiermark: Die anhaltenden Regenfälle haben im Bezirk Feldbach erneut zu zahlreichen Hangrutschungen geführt. Bisher waren noch keine Evakuierungen zu den bereits bestehenden notwendig. Die Einsatzleitung spricht aber von einer "heimtückischen Situation": Es gebe immer neue Erdbewegungen, Entspannung sei nicht in Sicht.
Rund 600 Rutschungen wurden dem Krisenstab bisher seit Beginn der Unwetter vor mehr als zwei Wochen gemeldet. Neu hinzugekommen sind Bewegungen in den Feldbacher Gemeinden St. Stefan/Rosental, Riegersburg, Gniebing-Weißenbach, Mühldorf und Breitenfeld/Rittschein. Geologen führen zusammen mit den Einsatzkräften seit den frühen Morgenstunden Begutachtungen durch.
Keine Lebensgefahr
Bis auf einen Fall konnte stets Entwarnung gegeben werden, so Thomas Meier von Landesfeuerwehrverband. In der St. Stefaner Katastralgemeinde Lichtenegg droht eine Zufahrtsstraße zu zwei Wohnhäusern verschüttet zu werden. Die Feuerwehr kämpft mit Planen und durch händisches Abtragen dagegen an. Es bestehe keine Gefahr für Leib und Leben, betonte Meier. Die Gebäude könnten allerdings im Falle eines Abgangs von einer aus Wasser und Feinteilen bestehenden "Murfahne" (Ausläufer einer Mure, Anm.) erreicht und leicht beschädigt werden.
Katastrophenalarm für 70 Gemeinden
In der Steiermark ist der Katastrophenalarm für 70 Gemeinden nach wie vor aufrecht. Die Anzahl der akut gefährdeten Gebäude habe sich auf rund 60 erhöht.
Die Unwetter haben unterdessen in Oberösterreich nach einer vorläufigen Bilanz einen Schaden von über 20 Mio. Euro angerichtet. Das Land kündigte am Freitag weitere Vorsorgemaßnahmen an. Erste Akontierungen von Hilfsgeldern seien bereits veranlasst worden. Im Regelfall werden zwischen 30 und 50 Prozent der anerkannten Schäden ersetzt. (apa/red)
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