Freitag, 10. Juli 2009

Heute geht es um die Verkehrssicherheit:
Parlament will neues Gesetz verabschieden

  • Schärfere Strafen für Raser und Alko-Lenker geplant
  • Neue Maßnahme bei Verstoß gegen Kindersicherung
    PLUS: Erste gehörlose Abgeordnete im Nationalrat

Das Verkehrssicherheitspaket wird heute, im Parlament beschlossen. Darin enthalten sind eine Mindeststrafe für Raser (bei einer Geschwindigkeitsübertretung von über 30 km/h eine Mindeststrafe von 70 Euro, bei 40 km/h im Ortsgebiet oder 50 km/h im Freiland 150 Euro plus Führerscheinentzug für zwei Wochen) sowie einheitliche Strafen auf Autobahnen. Höhere Bußgelder und ein längerer Führerscheinentzug sind zukünftig auch für Alkolenker vorgesehen.

Im September sollen die neuen Maßnahmen in Kraft treten. Bereits beschlossen wurden der Mopedführerschein und Kindersicherungsseminare. Wer sein Kind nicht ordentlich mit Kindersitz und entsprechenden Befestigungen schützt, muss künftig Kurse besuchen. Die Unter- und Obergrenzen der Verwaltungsstrafen werden angehoben. Wer beispielsweise mit 0,8 bis 1,19 Promille am Steuer erwischt wird, zahlt künftig mindestens 800 statt wie bisher 581 Euro. Zusätzlich muss der Lenker an einem dreistündigen Verkehrscoaching teilnehmen.

Bei über 1,6 Promille sind mindestens 1.600 Euro fällig, zusätzlich ist der Führerschein für sechs (bisher vier) Monate weg. Auch die Führerscheinentzugsdauer im Wiederholungsfall erhöht sich massiv: Wer zweimal mit über 1,6 Promille am Steuer erwischt wird, muss seine Lenkerberechtigung für mindestens zwölf Monate abgeben.

Auch ÖBB-Reform Thema
In der letzten Sitzung vor der Sommerpause beschäftigt sich der Nationalrat auch mit der ÖBB-Reform. Die Novelle bringt einfachere Strukturen: Künftig werden unter dem Dach der ÖBB-Holding AG nur noch drei statt bisher fünf Aktiengesellschaften angesiedelt sein.

Gebärdensprache im Parlament
Die Grüne Helene Jarmer ist als erste gehörlose Abgeordnete im Nationalrat angelobt worden. Sie folgt auf Ulrike Lunacek nach, die sich am Donnerstag vom Nationalrat verabschiedet hatte. Lunacek wird am 14. Juli im Europaparlament als EU-Abgeordnete angelobt.

Jarmer will ihre erste Rede in Gebärdensprache halten - und zwar beim Tagesordnungs-Komplex Behindertenbericht. Ihre Rede wird von einer Dolmetscherin übersetzt.

(apa/red)

10.7.2009 11:32
sidestep, 10. 07. '09 09:45
Falscher Titel des Artikels oben
Heute geht es nicht um die Verkehrssicherheit, sondern wieder einmal darum, wie man die Melkuh der Nation "Autofahrer" mit immer höheren Geldstrafen abzocken kann. Die Herrschaften die diese Gesetze beschließen, zahlen mit ihren ungerechtfertigt hohen Gehältern jede Geldstrafe mit links. Nur den Kleinen, denen tun solche hohe Strafen weh. Warum wird z.B. nicht mit längerem Führerscheinentzug bestraft? Ganz einfach: Weil das diese Herrschaften auch treffen würde. Da könnten Sie dann nicht mit ihrem ungerechtfertigt hohen Verdienst operieren. Alles klar jetzt um was es wirklich geht?
Ferdiburli, 10. 07. '09 10:42
Re: Falscher Titel des Artikels oben
Wir leben in Österreich Gott sei Dank in einer Demokratie und es kann sich jede(r) in freier Weise darum bemühen, besser zu verdienen.
IronEagle, 10. 07. '09 11:14
Re: Falscher Titel des Artikels oben
Falsch gedacht - die haben eh mehrere Fahrer, also ist es ihnen eh egal.

Einfach ans jeweilige Limit halten.

Gruß
IE
w1190, 10. 07. '09 11:29
Re: Falscher Titel des Artikels oben
wir sind doch selbst schuld!! wenn wir immer wieder leute wählen, die für nichts anderes gut sind als strafenkataloge, steuer etc zu erhöhen!!!!!!! wo sind arbö öamtc ??? haben denk ich genug mitglieder, sollten doch einmal antreten?? ah nein gehört ja auch denen..... zahlen und schnell vergessen -das tun halt wir!!!!