Donnerstag, 9. Juli 2009

Der Albertina bleibt wirklich nichts erspart:
Muss neuerlichen Wassereintritt verkraften

  • "Jetzt ist wirklich Feuer bzw. Wasser am Dach!"
  • Werke nur durch dünne Mauer von Wasser getrennt

In der Albertina kam es zu einem neuerlichen Wassereinbruch. Rund 600 Liter Wasser traten in einen Raum, in dem die Burghauptmannschaft u.a. die Brandschutzzentrale untergebracht hat. Die neuerliche Wassereintrittsstelle befindet sich zwar rund 70 Meter von jenen drei Stellen, die den Wasserschaden im Zentraldepot der Albertina verursacht haben, jedoch nur 35 Zentimeter entfernt von jenem vorläufigen Ersatz-Depot, in der das Museum Hauptwerke seines Bestandes ausgelagert hat.

"Diese Werke waren vom neuerlichen Wassereintritt durch eine einzige Mauer getrennt. Das hat unsere Kuratoren extrem beunruhigt", sagte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder, "jetzt ist wirklich Feuer bzw. Wasser am Dach!"

Aufgrund dieser Entwicklungen möchte Schröder einerseits die weiteren Maßnahmen mit erhöhtem Tempo vorantreiben und hat gemeinsam mit Burghauptmann Wolfgang Beer zu einem Gipfeltreffen von Fachleuten über die weitere Vorgangsweise geladen. Andererseits hat Schröder, der auch das Kuratorium des Museums von den jüngsten Entwicklungen informiert hat, das Kulturministerium um die Einrichtung eines geeigneten Gremiums ersucht, das die nötigen weitreichenden Entscheidungen gemeinsam mit ihm treffen soll.

(apa/red)

9.7.2009 17:02