Donnerstag, 9. Juli 2009

Pantherpilz-Gulasch gegessen: Familie aus Oberösterreich erlitt schwere Vergiftungen

  • 42-jährige Tochter in künstlichen Tiefschlaf versetzt
  • Eltern befinden sich auf dem Weg der Besserung

Ein oberösterreichisches Pensionistenehepaar und seine 42-jährige Tochter haben nach dem Genuss eines Pilz-Gulaschs lebensgefährliche Vergiftungen erlitten. Die Eltern waren wieder auf dem Weg der Besserung, die Tochter wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Sie liegt auf der Intensivstation.

Die Familie aus Piberbach im Bezirk Linz-Land dürfte beim Schwammerlsuchen versehentlich einen Pantherpilz, der oft mit dem essbaren Perlpilz verwechselt wird, erwischt haben. Eventuell handelte es sich auch um einen Braunen Fliegenpilz. Bald darauf setzten die ersten Beschwerden ein: Übelkeit, optischen Halluzinationen und Brechkrämpfe.

Tochter noch in Lebensgefahr
Die beiden Frauen wurden ins Allgemeine Krankenhaus Linz gebracht und verbrachten dort die Nacht in der Intensivstation. Die Tochter wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Ihre Verfassung wurde als "den Umständen entsprechend stabil" beschrieben. Die 68-jährige Mutter befand sich bereits auf dem Weg der Besserung.

Auch der 75-jährige Vater, der ins Landeskrankenhaus Steyr eingeliefert wurde, war laut Ärzten am Vormittag schon wieder außer Lebensgefahr. Er sei ansprechbar, es gehe ihm gut, hieß es aus dem Spital. Trotzdem bleibe er vorerst zur Beobachtung in der Intensivstation.(apa/red)

9.7.2009 13:23