Erste Gespräche zum Krankenkassenpaket: Stöger & Mitterlehner vereinbaren Fahrplan
- Bis zum Herbst soll eine Lösung präsentiert werden
- Über konkrete Zahlen wurde noch nicht gesprochen
·Faymann lud zum Krankenkassen-Gipfel
Regierungsbeschluss soll aber erst im Herbst fallen
·Pröll sagt "Nein"
zu Sanierungspaket
Krankenkassen: Faymann
sieht ÖVP-Chef am Zug
·Medizin für unsere
"kranken Kassen"
Ärzte & Versicherung segneten Paket jetzt ab
·GKK: Stöger lockt Vorarlberg und OÖ
Verfassungsklagen hätten
keine Chance vor Gericht
·Die Krankenkassen kränkeln weiter dahin
Defizit mit "nur" 132 Mio. Euro geringer als erwartet
·Kranke Kassen: Rund 1,2 Mrd. Euro Schulden
Anstieg um weitere 300 Millionen Euro bis 2010

Gesundheitsminister Alois Stöger und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner haben die Verhandlungen zu dem vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger und der Ärztekammer vorgelegten Gesundheitspaket zur Sanierung der Krankenkassen aufgenommen. In der ersten Gesprächsrunde wurde zunächst nur der Fahrplan für die weiteren Verhandlungen vereinbart. Nächste Woche soll es das nächste Treffen geben, an dem dann auch Vertreter des Hauptverbandes teilnehmen sollen, hieß es aus den Büros der beiden Minister.
Stöger und Mitterlehner waren von der Regierungsspitze beauftragt worden, bis zum Herbst eine Lösung zu präsentieren, nachdem Finanzminister Josef Pröll Nachbesserungen an dem Kassenpaket des Hauptverbandes gefordert hatte. Die darin enthaltenen Maßnahmen zur Dämpfung der Kostensteigerungen reichen dem Vizekanzler nicht aus, er hatte vor allem kritisiert, dass das Papier bis 2013 Mehrbelastungen für das Budget von einer Milliarde Euro enthalte.
Über konkrete Zahlen sei in der ersten Runde noch nicht gesprochen worden, wurde im Gesundheitsministerium betont. In den Verhandlungen werde es dann aber vor allem darum gehen, das Zahlenwerk zu hinterfragen. Die Kostendämpfungen dürften nicht durch neue Belastungen aufgebraucht werden, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Beide Seiten verwiesen auf die Notwendigkeit, bis zum Herbst zu einer Gesamtlösung zu kommen, weil die gesetzlichen Grundlagen mit 1. Jänner 2010 in Kraft treten müssten. Dies ist Voraussetzung dafür, dass die grundsätzlich vereinbarten Finanzmittel für die Krankenkassen - 100 Millionen Euro für den Strukturfonds ab 2010 und insgesamt 450 Millionen bis 2013 zur Entschuldung - freigemacht werden können.
(apa/red)
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