Mittwoch, 8. Juli 2009

Schweinegrippe greift auf Bundesheer über:
3 Rekruten in Salzburger Kasernen infiziert

  • Soldaten klagten über grippeähnliche Beschwerden
  • Für Rekruten wurde der Katastrophenplan eingeleitet

Bei zwei Vorarlberger Rekruten ist in der Schwarzenberg-Kaserne in Wals-Siezenheim (Flachgau) Schweinegrippe diagnostiziert worden. Die jungen Männer sind in die Kaserne eingerückt und haben über grippeähnliche Beschwerden geklagt. Beide wurden unverzüglich in die Feldambulanz der Rainerkaserne überstellt, einer konnte wieder entlassen werden. Nach den ersten Untersuchungen wurde ein weiterer Fall bekannt und ebenfalls in die Feldambulanz Rainerkaserne überstellt. Den Rekruten geht es sehr gut, teilte Oberst Gerhard Funk mit.

Bei den drei Soldaten wird nach dem Salzburger Katastrophenplan vorgegangen: Isolierung, keine Kontakte nach Außen und Behandlung mit dem Medikament "Relenza". Weiters wurden alle Rekruten und Bedienstete, die mit den drei Soldaten Kontakt kamen, über die Symptome der Schweinegrippe belehrt und mit Medikamenten behandelt.

Nach den ersten Untersuchungen konnte einer der mit dem H1N1-Virus infizierten Rekruten wieder entlassen werden, der zweite wurde mit 40 Grad Fieber stationär aufgenommen. Die Soldaten kamen erst vergangene Woche von einem Urlaub aus Thailand zurück.

Weiterer Fall in Kärnten
In Kärnten ist der inzwischen dritte Fall von Schweinegrippe aufgetreten. Betroffen ist diesmal eine 18 Jahre alter Frau, die kürzlich von einer Spanienreise zurückgekehrt ist. Bereits zuvor wurde das H1N1-Virus bei einer jungen Frau bestätigt, die in der selben Reisegruppe unterwegs gewesen war. Zu den bestätigten Fällen kommen noch zwei Verdachtsfälle bei einer 21-Jährigen und einer 18-Jährigen. Die Patienten werden im LKH Klagenfurt behandelt. (apa/red)

8.7.2009 15:10