Montag, 6. Juli 2009

Erneute Überflutungen in NÖ und Kärnten:
Starke Regenfälle legten den Verkehr lahm

  • Örtliche Rettungskräfte standen im Dauereinsatz
  • 3. Katastrophenalarm in St.Pölten in wenigen Tagen

Unwetter hatten Teile Österreichs auch am Montag wieder im Griff: Vor allem Niederösterreich war stark betroffen. Binnen weniger Tage wurde zum dritten Mal Katastrophenalarm in St. Pölten ausgerufen; sintflutartige Regenfälle hatten den Verkehr lahmgelegt und es war zu großflächigen Überflutungen gekommen.

"Es ist unvorstellbar, im Westen St. Pöltens saufen wir total ab", schilderte St. Pöltens Bürgermeister Stadler die Lage. Seit 14 Tagen kämpften in Niederösterreich 18.000 Feuerwehrleute mit Überschwemmungen und ihren Folgen: Es galt, Dämme zu sichern, Häuser zu evakuieren, Vermurungen und Verklausungen an Brücken zu beseitigen, Verkehrswege freizumachen und Auspumparbeiten zu leisten.

Im Zentrum der durch Starkregen bedingten Ereignisse stand der Bezirk Krems. Zahlreiche Objekte in mehreren Ortschaften wurden überflutet. Viele Straßenverbindungen mussten gesperrt werden. Gegen Nachmittag verlagerte sich der Schwerpunkt der Einsätze in die Bezirke St. Pölten, Baden, Tulln, Mödling und Bruck an der Leitha. Mehrere Ortschaften in Niederösterreich waren zeitweise von der Umwelt abgeschnitten. In allen betroffenen Bezirken stiegen die Pegel der Bäche und Flüsse wieder deutlich an. Auf Grund der Wassermengen musste auch der Verkehr auf der Westbahn gesperrt werden.

Die Feuerwehren mussten auch im Burgenland ausrücken. In Wien waren vor allem die Bezirke Hernals, Währing und Döbling betroffen; zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden.

In Kärnten führten heftige Unwetter im Raum Wolfsberg zu Überflutungen. Ein Frau wurde mit ihrem Kind im Auto von den Wassermassen eingeschlossen, beide wurden von der Feuerwehr aus ihrer misslichen Lage befreit. In Oberösterreich hat das Hochwasser der vergangenen Tage nach vorläufigen Schätzungen sieben Millionen Euro Schaden angerichtet und rund 150 Gebäude beschädigt. (apa/red)

6.7.2009 22:59