Sicherheit für Faymann oberste Priorität:
Kanzler fordert erneut 2.000 Beamte mehr
- Postmitarbeiter als "Aushilfe" für Polizei zu begrüßen
- Auch die Justiz soll zusätzliches Personal erhalten

·Hilfe für Polizei von Post und Telekom
Beamte sollen aus Not Polizei-Arbeit verrichten
·"Soko Ost" gerät ins Kreuzfeuer der Kritik
Spezialeinheit ist für Faymann "keine Lösung"
·Post aus der Heimat
für smarten Sanierer
NEWS: Georg Pölzl gibt
für die Post Top-Job auf
·Gestohlen wird meist
nur auf Bestellung
Organisierte Kriminalität boomt in Österreich
Bundeskanzler Werner Faymann hat bei einem Pressegespräch zum Thema Sicherheit in St. Pölten erneut erklärt, dass eine Aufstockung um 2.000 zusätzliche Polizeibeamte in Österreich notwendig sei. Die Überlegungen, Post- und Telekommitarbeiter im polizeilichen Verwaltungsdienst einzusetzen, damit mehr Polizisten auf die Straße kommen können, seien zu begrüßen.
Weiters sprach Faymann davon, dass Schnittstellen abzugleichen seien - im organisatorischen Bereich ebenso wie bei den Gehältern. Außerdem würden die Bereiche, die im Zuge der Polizeireform zu einer strafferen Führung geführt haben, einer Überprüfung bzw. Nachjustierung bedürfen.
Faymann hatte mit Bürgermeister Matthias Stadler und Polizeidirektor Johann Schadwasser die Situation in St. Pölten erörtert. In der NÖ Landeshauptstadt sei der Anstieg der Kriminalitätsquote niedriger als im bundesweiten Durchschnitt, so Faymann. Bei gleichem Personal sei dieses hohe Qualitätsniveau auf Dauer aber nicht zu halten. Gewünscht wird eine Aufstockung um 20 bis 25 Beamte.
Personalschub auch für Justiz?
Der Bundeskanzler räumte ein, dass auch die Justiz mehr Personal brauche. Prioriät habe aber die Polizei, da die Sicherheit auf der Prioritätenliste ganz oben stehe. Details seien Sache des Innenministeriums.
Aus der Sicht von SPNÖ-Landesparteivorsitzendem LHStv. Sepp Leitner habe sich die Kriminalität punktuell unterschiedlich entwickelt, zunehmend seien ländliche Gemeinden betroffen. Daher sei auch bei der Personalaufstockung differenziert vorzugehen. Wie im Arbeitsgespräch diskutiert, sollten 400 bis 500 zusätzliche Polizeibedienstete - inklusive Verwaltungsbereich - nach Niederösterreich kommen, meinte Leitner.
(apa/red)
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