Montag, 6. Juli 2009

Stiftung wird der steirischen SPÖ zu heiß:
Voves will "Zukunft Steiermark" auflösen

  • Finanzbehörde erkannte Stiftung Gemeinnützigkeit ab
  • Entscheidung für Errichtung ist bereits 2001 gefallen

Der steirische SPÖ-Vorsitzende Landeshauptmann Franz Voves hat nach der Sitzung der Landesregierung die Auflösung der Parteistiftung "Zukunft Steiermark" angekündigt. Voves sagte, ausschlaggebend sei gewesen, dass die Finanzbehörden der Stiftung die Gemeinnützigkeit aberkannt haben. "Eine Partei darf keine Stiftung haben", so Voves. Die Einrichtung 2001 sei vor seiner Zeit passiert und eine politisch falsche Entscheidung gewesen.

Die Rückführung des Vermögens an die Partei werde von einem Steuerberater und einem Wirtschaftsprüfer erfolgen, es könne ein längerer Prozess werden und der SPÖ Steiermark "sehr viel kosten", so Voves, der unumwunden zugab, die Notbremse gezogen zu haben. Im Frühjahr 2010 stehen in der Steiermark ja Gemeinderats- und im Herbst Landtagswahlen an.

"SPÖ darf keine Stiftung haben"
Der formale Beschuss durch den Stiftungsbeirat stehe noch aus, man dürfe aber davon ausgehen, dass dieser einstimmig erfolgen werde. "Die SPÖ darf keine Stiftung haben - in keinem Fall eine eigennützige", unterstrich der SPÖ-Landesvorsitzende, dass letztlich die Ab- bzw. nicht Zuerkennung der Gemeinnützigkeit seitens der Finanzbehörden für die Entscheidung ausschlaggebend war: "Die SPÖ wird per Saldo sehr viel in den Steuertopf und auch politisch einiges gezahlt haben". Noch vergangenen Freitag hatte sein Vorgänger in der Partei und Stiftungsvorsitzender, Peter Schachner-Blazizek, gemeint, er rechne nicht mit einem Schaden für die SPÖ. Bei den anstehenden Nachzahlungen wegen erkannter Nicht-Gemeinnützigkeit gehe es "de facto um nichts".

Künftig soll für die Verwaltung des Parteivermögens und der Beteiligungen eine kompetente Persönlichkeit abgestellt werden. Im übrigen liefe die finanzrechtliche Prüfung weiter und nach wie vor halte er, Voves fest, dass "Null an Parteifinanzierung geflossen" sei und auch steuerlich keine Vorteile lukriert worden seien.

"Kolossales Schuldeingeständnis"
Die Reaktionen der anderen Parteien ließen nicht lange auf sich warten: Für die ÖVP wertete Klubobmann Christopher Drexler Voves' Ankündigung als "kolossales Schuldeingeständnis", das ihn aber keineswegs von der Beantwortung noch offener Fragen um das "dubiose Finanznetzwerk" entbinde. Ein Kalkül "Wir lösen die Stiftung auf, und damit geht das Thema stiften" werde nicht aufgehen. VP-Landesobmann Hermann Schützenhöfer replizierte auf die Reichensteuerdebatte: "Franz Voves ist ausgezogen, um die Reichen zu suchen und hat hinter dem Buschen sich selbst gefunden".

BZÖ-Landesobmann Gerald Grosz verbuchte die Stiftungsauflösung als "ersten Erfolg der beharrlichen und konsequenten Politik des BZÖ". Auch die oberösterreichische Parteistiftung müsse folgen. Im Nationalrat werde das BZÖ einen Antrag auf ein generelles Verbot von Parteistiftungen stellen. Für die KPÖ kommentierte Landtagsabgeordnete Claudia Klimt-Weithaler, "die Entscheidung ist sicher nicht falsch, sie kommt aber um viele Monate zu spät".

(apa/red)

6.7.2009 14:01
hary1965, 06. 07. '09 20:00
Wahlen werden zeigen wieviele den Sozialschmäh der SPÖ glauben werden
Es ist wirklich schon lustig wäre es nicht so traurig wie die Pseudosoziale SPÖ mit dem Geld der Menschen umgeht, der Landeshauptmann spielt sich auf wie Robin Hood, der Hasser der Reichen und Rächer der Enterbten, seine Stiftungen haben ihm entlarft, aber noch besser die Parteifreunde und superkassierer fürs Nichtstun, ihre Nebenjobs als Lehrer hehalten sie ab und zu dafür die Schule aufsperren, ihre paar Stunden machen sie natürlich in der Ferien wenn es keiner sieht und dafür prüfen sie sich gegenseitig ob sie etwas arbeiten, Gagenkaiser Erlitz prüft Gagenkönig Faul, natürlich bei beiden alles OK was den sonst, wo man ähnliches sonst noch finden kann?? vielleicht in Bananenrepubliken??
irgendwer01, 06. 07. '09 16:08
Geld, Kohle, Cash
Das liebe Geld und die SPÖ. Vielleicht steht das S ja für scheinheilig oder auch für Steuerhinterziehung. Aber die SPÖ-Führung war ja schon immer sozial eingestellt (Konsum, Bawag, ÖGB, ........ ).

PS: Braucht wer ein paar Steuermilliarden ?
sidestep, 06. 07. '09 12:47
Falscher "Fünfziger"
Voves ist - wie man im Volksmund sagt - ein "falscher Fünfziger". Für seine Parteikollegen hat er immer gute Ratschläge bereit, wie man es machen soll usw., selbst aber stellt er sich vor jede linke Sache, die seine Landespartei macht. Ich freue mich für den "Klinkenputzer", dass es ihn nach der Wahl in dieser Funktion nicht mehr geben wird. Ab in den Orkus mit ihm!
antikapitalist, 06. 07. '09 17:45
Re: Falscher
glaubst du das wirklich,was du da so daherbalaberst???oder willst du bloss den eindruck erwecken,das du intelligent bist?
sidestep, 07. 07. '09 11:21
Re: Falscher
Danke Antikapitalist, dass du meinst, dass mein Posting ein intelligentes Posting sei. Ich finde, es ist ein ganz normales Posting. Es könnte aber auch sein, dass es auf gewisse Menschen, die einen gewissen IQ haben, intelligent wirkt. Dann hat es ja auch etwas bewegt. Im Übrigen auf deine Frage - ja ich gaube was ich da geschrieben habe denn sonst hätte ich es nicht geschrieben.