Kampf um Jacksons Erbe voll entbrannt:
Tod des "King of Pop" gibt weiter Rätsel auf
- Privatarzt Murray: Leichter Pulsschlag noch spürbar
- Jacksons Mutter will Kinder & beansprucht Vermögen

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Nach dem Tod von Popstar Michael Jackson ist der Kampf um sein Erbe und seine Kinder entbrannt. Jacksons Mutter Katherine hat vor Gericht die Vormundschaft für die drei Kinder beantragt. Wie der Internetdienst tmz.com berichtete, macht sie darin geltend, dass die Kinder "keine Beziehung mit ihrer biologischen Mutter" hätten. Dagegen hätten die Kinder eine "lang bewährte Beziehung" mit ihrer Großmutter und seien bei ihr gut aufgehoben.
Gemeinsam mit ihrem Mann Joe beansprucht sie auch die Kontrolle über Jacksons Vermögen. "Nur Katherine und ich haben die Vollmacht für unseren Sohn und seine Kinder", ließ der 79 Jahre alte Vater laut "Los Angeles Times" durch einen Sprecher erklären.
Der Tod des legendären Sängers gibt unterdessen weiter Rätsel auf: Die Leiche Jacksons wies nach einem Bericht der britischen Zeitung "The Sun" zahlreiche Narben und Verletzungen auf. Der Musiker hatte demnach bei seinem Tod nur teils aufgelöste Tabletten im Magen und wog bei einer Größe von 1,77 Metern knapp 51 Kilo. Das Boulevardblatt berief sich zwar auf Ergebnisse der Obduktion, schrieb allerdings nicht, wie es an die Informationen gelangte.
"Sun"-Bericht erfunden?
Tmz.com behauptete unterdessen, dass der Bericht der "Sun" "erfunden" und falsch sei. Der Internetdienst berief sich auf eine Mitteilung der Gerichtsmedizin im Bezirk Los Angeles. Die Behörde habe diese Informationen nicht herausgegeben, hieß es. Sie seien nicht akkurat. "Einiges darin ist komplett falsch".
Laut "Sun" trug der Sänger an seinem Todestag eine Perücke, unter der er stellenweise kahlköpfig war. Zudem habe die Leiche Verletzungen von den erfolglosen Wiederbelebungsversuchen aufgewiesen. Außerdem gebe es in der Herzregion vier Einstichstellen von Spritzen. Laut "Sun" sollte das Herz des Sängers mit Adrenalin wieder zum Schlagen gebracht werden.
Leichter Pulsschlag
Der Privatarzt Conrad Murray, der die Wiederbelebung auf Jacksons Bett versucht hatte, berichtete überraschend von einem anfangs noch spürbaren Pulsschlag. Murrays Anwalt Edward Chernoff sagte, der Kardiologe sei am Todestag "zufällig" in Jacksons Zimmer gekommen und habe ihn ohne Atmung vorgefunden. "Er fühlte den Puls. Es gab einen schwachen Puls in seiner Oberschenkel-Arterie. Er hat sofort mit der Herzdruckmassage angefangen", sagte Chernoff.
Zudem ließ der Arzt versichern, er habe dem Musiker keine morphiumähnlichen Schmerzmittel verabreicht. Jackson war am Donnerstag mit 50 Jahren überraschend an Herzversagen gestorben. Kurz vor seinem Tod soll der angeblich medikamentensüchtige Star nach Angaben des Internetdienstes tmz.com eine Spritze mit dem starken Schmerzmittel Demerol bekommen haben, die zum Tod geführt haben könnte. Solche Berichte seien "absolut falsch", sagte Anwalt Chernoff laut "Los Angeles Times".
Die drei Kinder Prince (12), Paris (11) und Blanket (7) werden seit Jacksons Tod von seiner Mutter Katherine betreut. "Michael hätte sich gewünscht, dass die Kinder zu ihr kommen. Sie liebt sie sehr", sagte der Anwalt der Jackson-Familie, Londell McMillan. Allerdings könnte auch Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe Anspruch auf die beiden älteren Kinder erheben, weil sie ihre leibliche Mutter ist. Die Mutter des kleinen Blanket, der von einer Leihmutter geboren wurde, ist unbekannt. Dem von Katherine Jackson eingereichten Vormundschaftsantrag zufolge ist es "derzeit nicht bekannt", ob Rowe dieser Regelung zustimmen wird. Eine Gerichtsanhörung wurde für den 3. August festgesetzt.
Auch um das Vermögen dürfte es ein größeres Gerangel geben. Zwar hat Jackson schätzungsweise rund 400 Millionen Dollar Schulden hinterlassen, seine hochkarätigen Musikrechte dürften aber um einiges mehr wert sein.
(apa/red)
