Geraten Österreichs Banken ins Wanken?
OECD warnt vor Gefahren für Finanzsystem
- Verflechtung mit Zentral- und Osteuropa riskant
- Budget soll nach Rezessionsende konsolidiert werden

·Arbeitsmarkt: Lage ist zappenduster
Arbeitslosenzahl stieg im Juni um 33 Prozent an
·Nowotny: Ende der Osteuropa-"Hysterie"
OenB-Gouverneur: "Gibt kein spezielles Problem"
Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnt in ihrem neuen Länderbericht vor weiteren möglichen Gefahren für die Stabilität des heimischen Finanzsystems. Hintergrund sind die starken wirtschaftlichen Verflechtungen mit Zentral- und Osteuropa. Österreich habe aber die globale Krise bisher besser als andere OECD-Staaten überstanden, stellt die OECD auch fest.
Die Unsicherheit über die Situation in bestimmten CEE-Ländern hält laut OECD-Experten weiter an, und eine tiefe Rezession in dieser Region würde zusätzliche Belastungen für das österreichische Finanzsystem, den regionalen Handel und die Investitionen bedeuten. Die Organisation weist darauf hin, dass das Vermögen der Banken in Zentral- und Osteuropa über 60 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung entspricht.
Österreich habe die globale Krise bisher besser als andere OECD-Staaten überstanden, stellt die OECD fest. Trotzdem trete das Land aber nicht nur in die schlimmste Rezession des letzten halben Jahrhunderts ein, sondern die starken ökonomischen Verbindungen mit Zentral- und Osteuropa würden Risiken für das Wirtschaftswachstum und die Finanzstabilität enthalten. Sie raten deshalb der Regierung, fertig Pläne zur Verfügung zu haben, für den Fall, dass sich die Finanzkrise in einem oder mehreren CEE-Ländern verschlechtern sollte.
Budgetkonsolidierung baldestmöglich erforderlich
Die Verschlechterung der Budgetposition Österreichs wird von der OECD als substanziell und unvermeidlich eingestuft. Deshalb sei es wichtig, bald einen klaren glaubwürdigen Weg für die budgetäre Konsolidierung darzulegen, der begangen werde könne, sobald die Rezession vorbei ist.
Wie bereits im letzten Länderbericht 2007 stellt die OECD erneut die Bildungspolitik ins Zentrum ihrer Überlegungen und fordert eine Stärkung des Bildungssystems von der Vorschule bis zur Universität.
(apa/red)

