Mittwoch, 1. Juli 2009

Bahn-Fahren wird schon wieder teurer:
ÖBB erhöht Preise um knapp fünf Prozent

  • AK-Präsident Tumpel: Teuerung ist der "falsche Weg"
  • Rund 200.000 Pendler von Tariferhöhung betroffen

Bahn-Fahren wird wieder teurer: Ab sofort werden die Preise für Fahrkarten bei den ÖBB und den Bahn- und Buslinien des Verkehrsverbundes Ostregion um knapp 5 Prozent steigen. Davon ausgenommen sind allerdings VorteilsCards. Heftig kritisiert wird die Preiserhöhung von der Arbeiterkammer (AK). Gerade jetzt, wo die Pendler mit der Krise zu kämpfen haben, ist die Tariferhöhung der "falsche Weg", so AK-Präsident Herbert Tumpel.

Für 200.000 Pendler in der Ostregion bedeute die Erhöhung im Schnitt bis zu 4 Prozent Mehrkosten für den Weg zur Arbeit. Etwa 100.000 Pendler, die vor allem in den Außenzonen unterwegs sind, müssten sogar fast 6 Prozent mehr zahlen.

Pendler zahlen mehr
Wer etwa aus Wiener Neustadt nach Wien zur Arbeit fährt, zahlt statt bisher 138,50 Euro ab 1. Juli 143,70 Euro für die Monatskarte, so die AK. Für zwei Außenzonen, von Stockerau nach Wien beispielsweise, schnalzen die Preise von 56 auf 59,30 Euro um rund 6 Prozent nach oben. Unverändert bleiben die Zeitkartenpreise für die Kernzone Wien. Dort steigen allerdings die Preise für einen Einzelfahrschein von 1,70 auf 1,80.

Empfindlich teurer wird auch das Haus-zu-Haus-Gepäckservice PLUS der ÖBB. Die Preise beinhalten die Abholung, Beförderung und Zustellung der Gepäckstücke. Der Preis für 1 Stück beträgt derzeit mit Vorteilscard 9,90 Euro. Ab Juli wird sowohl der Mengenrabatt bei mehreren Gepäckstücken als auch die Ermäßigung für Vorteilscard-KundInnen gestrichen, dadurch kann es zu Verteuerungen von 50 bis 136 Prozent kommen. Ab Juli wird hierfür 24,90 Euro zu berappen sein. "Eine Verteuerung von 150 Prozent. Das ist aus Sicht der Fahrgäste nicht zu rechtfertigen", so AK-Präsident Tumpel.

Güterverkehr ebenfalls teurer
Auch die Rail Cargo Austria (RCA), die Güterverkehrstochter der ÖBB, erhöht per 1. Juli ihre Tarife im Kombinierten Verkehr um 9 bis 15 Prozent. Die Kunden im nationalen unbegleiteten Kombinierten Verkehr sind darüber bereits informiert worden - die Rollende Landstraße ist davon nicht betroffen, teilte die ÖBB mit.

Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5 Mio. Tonnen Güter transportiert. (apa/red)

1.7.2009 22:20
brezi77, 01. 07. '09 16:25
Bravo
900 mio Euro an der Börse verzocken und dann das Volk zur Kasse bitten ...
Und dann vielleicht auch noch den Managern geld dafür geben ....
Alles eine Frechheit.