Federer setzt sich in Fünf-Satz-Krimi durch:
Schweizer gewinnt Wimbledon zum 6. Mal
- 27-Jähriger bezwingt Roddick in epischem Finale
- Rekordhalter dank 15. Grand-Slamtitel vor Sampras
·Der Roger und die Serena sind so super!
BILDER: Highlights der
Wimbledon-Finalspiele
·Ergebnisse und Auslosung der Herren
Raster und Resultate
von Flushing Meadows
·Ergebnisse und Auslosung der Damen
Raster und Resultate
aus Flushing Meadows

Ein Duell zweier Aufschlagkanonen hat nach 4:16 Stunden mit einem historischen Triumph von Roger Federer geendet. Der Schweizer setzte sich im Endspiel des Rasen-Grand-Slam-Turniers von Wimbledon gegen den US-Amerikaner Andy Roddick mit 5:7,7:6(6),7:6(5),3:6,16:14 durch und ist nun mit diesem 15. Major-Sieg alleiniger Rekordhalter vor Pete Sampras (14).
"Andy, sei nicht zu traurig, ich kenne das Gefühl, diesen Platz als Verlierer zu verlassen", tröstete Federer, der im Vorjahr im Finale Rafael Nadal unterlegen war, den geknickten Konkurrenten: Dieser hatte einen würdigen Finalgegner abgegeben, "entschuldigte" sich dennoch bei Sampras, der Federer von der Royal Box aus applaudierte: "Es tut mir leid, Pete, ich habe versucht, ihn aufzuhalten."
Der 27-jährige Federer löst heute den in London abwesenden Nadal als Nummer eins der Welt ab. Dieser hatte ihn am 18. August des vergangenen Jahres nach 237 Wochen an der Spitze vom Thron gestürzt. "Es ist ein unglaublicher Tag in meiner Karriere", jubelte der um das Preisgeld von 993.000 Euro reichere Federer und spielte auf den 95 Minuten langen fünften Satz an: "Ich bin froh, dass es jetzt aus ist, es hätte noch ein paar Stunden so gehen können."
Federer musste für seinen sechsten Sieg im siebenten Finale bei den All England Championships unglaublich hart arbeiten. Das Duell der beiden Aufschlagkanonen verlief mit Ausnahme des vierten Satzes äußerst eng. Federer wirkte im Gegensatz zum bisherigen Turnierverlauf, in dem er lediglich einen Satz abgegeben hatte, nicht so souverän, setzte sich aber dank einer beeindruckenden Serviceleistung (50 Asse) und den besseren Nerven durch und feierte schließlich den 19. Sieg im 21. Duell. Roddick muss damit weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Turnier-Titel seit den US Open 2003 warten.
(apa/red)
