Freitag, 3. Juli 2009

Wieder ein Pickerl für das Austria-Trikot:
Cupsieger holt Generali als Sponsor ins Boot

  • Versicherungsriese wechselt von Tennis zum Fußball
  • Schriftzug scheint oberhalb der Rückennummer auf

Der FK Austria Wien hat die kurze Sommerpause genützt, um gut gerüstet in die am 19. Juli mit dem Auswärtsspiel gegen Fußball-Meister Red Bull Salzburg beginnende Bundesliga-Saison zu gehen. Das gilt sowohl für den sportlichen als auch für den wirtschaftlichen Bereich. Nach den neun neuen Spielern gewann der Cupsieger mit Generali ein Jahr nach dem Abgang von Magna einen fünften Co-Sponsor dazu. Der Vertrag mit Option ist ein Jahr gültig.

"Wir hoffen, dass wir den traditionsreichen Verein beflügeln und noch weiter nach oben bringen", sagte der Österreich-Chef des Versicherungskonzern, Luciano Cirina, in Anspielung auf Gemeinsamkeiten. Sein Unternehmen hat einen "geflügelter Löwen" als Markenzeichen und der Cupsieger, dessen Hauptsponsor der Verbund ist, einen violetten Löwen als Maskottchen. Generali, während der EM 2008 Partner des ÖFB sowie früher auch im Kitzbüheler Tennis engagiert, verbindet schon seit über 35 Jahren eine Partnerschaft mit den Veilchen.

"Jetzt wurde alles auf neue Beine gestellt und die Zusammenarbeit ausgedehnt", meinte Austria-Präsident Wolfgang Katzian. Beide Seiten seien erfolgreiche Unternehmen mit hohen Qualitätsansprüchen und Zielen. "Hohe Ziele könne man nicht alleine erreichen, dazu bedarf es Partner, Netzwerke etc. - und Generali ist für uns ein wichtiger Teil", betonte der GPA-Vorsitzende. Über die Summe, welche die Versicherung zur Verfügung stellt, wurde Stillschweigen vereinbar.

Logo oberhalb der Rückennummern
Die neue Co-Sponsor, dessen Logo vorerst nur die Dressen der Profis (oberhalb der Rückennummern) ziert, wird die Violetten auch mit Sachversicherungen (für Stadion, Trainingsplätze, Akademie, Fuhrpark etc.) unterstützen. Harald Steiner, Vorstandsmitglied des Unternehmen, begründete die Partnerschaft u.a. damit, dass mit Fußball und Ski deutlich mehr und effiziente Publizität in der Öffentlichkeit erzielt werden könne als mit anderen Sportarten wie z. B. Tennis.

"Wir wollen als österreichische Unternehmensgruppe einen Betrag zu Weiterentwicklung des Spitzenfußballs in diesem Land leisten", erklärte Cirina, der einst aktiver Rugby-Profi in der ersten italienischen Liga war und ein begeisterter Fußball-Fans ist. Mit 15 Prozent Marktanteil ist die Generali Gruppe Österreichs drittgrößter Versicherungskonzern. Den Sitz hat das Mutterunternehmen in Triest, es beschäftigt mehr als 84.000 Mitarbeiter, betreut weltweit über 60 Mio. Kunden und weist ein Prämien-Aufkommen von 69 Mrd. Euro auf.


(apa/red)

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3.7.2009 13:12