Sonntag, 5. Juli 2009

Erster Etappesieg an Fabian Cancellara: Lance Armstrong landet an zehnter Stelle

  • Auftaktetappe der 96. Tour de France an Schweizer
  • Österreicher Eisel und Frolich nicht unter den Top 100

Der Schweizer Fabian Cancellara hat am Samstag die erste Etappe der 96. Tour de France gewonnen. Der 28-jährige nationale Straßenmeister setzte sich im 15,5 Kilometer langen Zeitfahren durch das Fürstentum Monaco mit einer Gesamtzeit von 19:32 Minuten vor dem Spanier Alberto Contador (+18 Sekunden) sowie dem Briten Bradley Wiggins (19) durch und durfte sich über das Gelbe Trikot freuen.

Der siebenfache US-amerikanische Tour-Sieger Lance Armstrong (40) wurde bei großer Hitze im Kampf gegen die Uhr Zehnter, Vorjahressieger Carlos Sastre landete auf Rang 21 (1:06 Minuten). Die beiden Österreicher hatten erwartungsgemäß nichts mit der Entscheidung zu tun, Bernhard Eisel (103. Platz/1:54) schrammte hauchdünn an den Top-100 vorbei, Peter Wrolich (2:26) wurde unter 180 Teilnehmern nur 155..

Cancellara hatte bereits 2004 und 2007 die Auftaktetappe bei der Frankreich-Rundfahrt für sich entschieden. "Wenn ich gut drauf bin, fahre ich schnell, das habe ich heute gezeigt", sagte der Olympiasieger. "In Monaco zu gewinnen, hatten wir alle im Kopf. Jetzt gilt es morgen das Gelbe Trikot zu verteidigen", fügte Cancellara hinzu. Der Saxo-Bank-Fahrer hatte sich sein Rennen ideal eingeteilt. Auf der ersten Streckenhälfte, nach einem 7,5 km langen leichten Anstieg, hatte er noch sechs Sekunden Rückstand auf Contador und eine Sekunde auf den Deutschen Tony Martin, doch in der Abfahrt und auf dem Flachstück ins Ziel machte Cancellara seinen insgesamt vierten Tour-Etappensieg perfekt.

Platz 2 für den Tour-Favoriten
Der Tour-Favorit Contador musste sich mit Rang zwei begnügen. "Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden, Cancellara ist ein würdiger Sieger", betonte der spanische Astana-Fahrer. Der 26-Jährige stellte damit auch seinen Teamkollegen Lance Armstrong in den Schatten. Der US-Amerikaner, der im Jänner nach einer dreieinhalbjährigen Pause wieder ins aktive Renngeschehen eingestiegen ist, verlor bei seinem Tour-Comeback 40 Sekunden.

"Ich war ein bisschen nervös, aber das ist logisch. Es war ein technisch sehr schwieriger Kurs, es war kompliziert einen Rhythmus zu finden", resümierte der siebenfache Frankreich-Rundfahrt-Sieger. Es freue ihn jedenfalls wieder dabei sein zu dürfen. "Es hat Spaß gemacht und ich habe mich sehr gut gefühlt", sagte der 37-Jährige, der von den Fans lautstark angefeuert wurde.

(apa/red)

5.7.2009 10:46