Koks geschnupft und trotzdem mit dabei:
Belgier Tom Boonen darf bei Tour antreten
- Französisches Sportgericht gibt Grünes Licht für Start
- Weil er außerhalb eines Wettkampfes erwischt wurde

Der belgische Radprofi Tom Boonen darf in Monte Carlo an den Start der 96. Tour de France gehen. Das entschied nach einem wochenlangen Hickhack das französische Sportgericht. Die Tour-Veranstalter hatten den dreifachen Gewinner des Klassikers Paris-Roubaix mit Verweis auf seinen nachgewiesenen Kokain-Konsum für unerwünscht erklärt.
Dagegen hatten Boonen und sein Quick-Step-Team vor einem ordentlichen Gericht in Nanterre/Frankreich geklagt. Die Klage wurde wegen Nicht-Zuständigkeit abgewiesen. Das daraufhin angerufene Sportgericht des französischen Olympischen Komitees gab jetzt Boonen Recht.
Das Vergehen des Ex-Weltmeisters war durch den Welt-Radsport-Verband UCI nicht sanktioniert worden, weil Boonen außerhalb eines Wettkampfes erwischt worden war. Wegen Kokain-Konsums hatte der mehrfache Tour-Etappensieger im Vorjahr nicht in Frankreich starten dürfen und hatte stattdessen die Österreich-Rundfahrt bestritten, bei der er die letzte Etappe in Wien gewann.
(apa/red)
