Neuer Test im Kampf gegen Doping:
Tour verspricht zielgerichtete Kontrollen
- 50 Fahrer in intensivem Kontroll-Programm
- Kohl soll bei Verbesseerungen geholfen haben

Der Weltverband UCI und die französische Anti-Doping-Agentur (AFLD) versprechen einen kompromisslosen Anti-Doping-Kampf bei der Tour de France. Laut UCI ist eine Gruppe von 50 Fahrern seit Wochen in einem intensiven Kontroll-Programm, das auch während der Tour fortgeführt werden wird. Zum Teil kommen diese Fahrer aus der Gruppe jener, deren Werte in den Biologischen Pässen Unregelmäßigkeiten aufgewiesen hätten.
Der geständige österreichische Ex-Profi Bernhard Kohl hätte mit seinen Aussagen geholfen, die Kontrollen effektiver zu machen, sagte AFLD-Chef Pierre Bordry. Dieser erklärte auch, dass die AFLD einen neuen Test einsetzen werde, um mutmaßlich nicht zu entdeckende Substanzen aufzufinden.
Die Frage, ob die Profis also auf gleiche Weise überrascht werden könnten wie vor einem Jahr - bei den Nachtests auf CERA ging u.a. Kohl ins Netz - beantwortete Bordry mit: "Ja, ich antworte klar mit ja. Es gibt eine Substanz, von der wir wissen, wie wir sie finden, und die Fahrer denken, das können wir nicht."
(apa/red)
