Samstag, 4. Juli 2009

"Kraftvolle" Außenpolitik geplant: Irans Präsident will Austausch mit übriger Welt

  • Internationale Beziehungen nötig für Irans Aufbau
  • Ahmadinejad fordert Obama zu Debatte vor UNO auf

Die Außenpolitik der zehnten Regierung der islamischen Republik werde noch "kraftvoller" als in der Vergangenheit sein. Das kündigte der offiziell in seinem Amt bestätigte iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad am Samstag bei einem Vortrag an der Medizinischen Fakultät in Teheran an.

Ahmadinejad forderte US-Präsident Barack Obama zu einer Debatte mit ihm vor der UNO auf. Er unterstrich zugleich die Notwendigkeit des Austausches des Iran mit der übrigen Welt, um das Land aufbauen zu können. Aber die internationalen Beziehungen müssten auf dem Prinzip der Gleichrangigkeit basieren.

Laut der Presseagentur IRNA lobte Ahmadinejad die massive Beteiligung an den Präsidentschaftswahlen am 12. Juni, die eine weitere Errungenschaft der iranischen Nation darstelle und einen weiteren Beitrag dazu leisten werde, um das Machtgefüge auf der Welt zu verändern.

Probleme totgeschwiegen
In seinem Vortrag ging der Präsident nach Darstellung von IRNA weder auf die Proteste der Opposition, noch auf die zahlreichen Festnahmen, die Verhaftung von iranischen Mitarbeitern der britischen Botschaft in Teheran und den deswegen ausgebrochenen diplomatischen Streit mit der EU ein.

Die Union erwägt laut Medienberichten ein Einreiseverbot für iranische Regimevertreter, sollten die Botschaftsmitarbeiter weiter mit Gefängnis bedroht werden.

(apa/red)

4.7.2009 22:33