Honduras zeigt Amerika die kalte Schulter:
Anerkennung der OAS-Charta widerrufen
- Organisation Amerikanischer Staaten wird brüskiert
- Militärjunta will die "internen Probleme" selbst lösen
·Übergangsregierung offen für Neuwahlen
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Nach dem Militärputsch in Honduras hat die Übergangsregierung die Anerkennung der Charta der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) widerrufen. Honduras kündige seine Zustimmung zu der Charta des Staatenbündnisses mit sofortiger Wirkung auf, sagte Vizeaußenministerin Marta Lorena Alvarado bei einem gemeinsamen Fernsehauftritt mit Interimspräsident Roberto Micheletti.
Die OAS hatte dem mittelamerikanischen Land mit dem Ausschluss gedroht, falls der gestürzte Präsident Manuel Zelaya nicht wieder eingesetzt würde. Das Oberste Gericht in Honduras lehnte dies ab.
Honduras lehne "einseitige Maßnahmen" und "unwürdige einseitige Resolutionen" durch die OAS ab, sagte Alvarado. "Die OAS ist eine politische Organisation, kein Gericht." Es gebe keine "institutionelle Krise" im Land, fügte die Vizeaußenministerin hinzu. Honduras wende lediglich seine eigenen Gesetze an, um interne Probleme zu lösen.
Zelaya war am vergangenen Sonntag gestürzt und vom Militär außer Landes gebracht worden. Der Putsch wurde international kritisiert.
(apa/red)
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