Nordkorea ist schon wieder am Zündeln:
Regime feuert 6 Kurzstreckenraketen ab
- Spannungen in der Region verschärfen sich wieder
- Südkorea wertet Test als eine neuerliche Provokation
·Obama: "Kalten Krieg
hinter uns lassen"
Will bei Besuch in Moskau
Abrüstungszeichen setzen
·Kim Jong Ils Antwort auf Sanktionen der UN
Nordkorea droht mit Atomwaffenproduktion

Nordkorea hat erneut mehrere Kurzstreckenraketen getestet. Vor der Ostküste des Landes wurden nach südkoreanischen Angaben in der Früh drei Raketen, gegen Mittag eine vierte und Nachmittags (Ortszeit) eine fünfte und sechste Rakete abgefeuert. Die Reichweite der Raketen wurde auf bis zu 500 Kilometer geschätzt. Südkorea verurteilte die Tests als Verletzung bestehender UNO-Resolutionen.
Südkoreanische Medien berichteten unter Berufung auf Militärkreise, dass es sich um ballistische Kurzstreckenraketen des Typs Scud gehandelt haben könnte. Es werde jedoch nicht ausgeschlossen, dass Nordkorea auch Mittelstreckenraketen des Typs Rodong getestet haben könnte. Deren Reichweite von 1000 bis 1400 Kilometern könnte für die Testreihe gekürzt worden sein.
Beobachter hatten bereits damit gerechnet, dass das kommunistische Regime in Pjöngjang den US-Nationalfeiertag am 4. Juli zum Anlass nehmen könnte, seine militärische Macht erneut unter Beweis zu stellen. Nordkorea habe den USA offenbar eine Botschaft zukommen lassen wollen, sagte ein ranghoher Vertreter des südkoreanischen Präsidialamts. Erst am Donnerstag hatte Nordkorea vier Kurzstreckenraketen getestet.
Südkorea und Japan verurteilten die jüngsten Raketentests. Damit verletze Nordkorea "klar die Resolutionen 1695, 1718 und 1874 des UNO-Sicherheitsrats, die Nordkorea jede Aktivität im Zusammenhang mit ballistischen Raketen verbieten", hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Seoul. Japan bezeichnete die jüngsten Raketentests als "ernsten Akt der Provokation".
(apa/red)
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