Das Comeback der krummen Gurke:
EU-Bürokratie rudert ein Stück zurück
- Agrarkommissarin für Abbau unnötiger Bürokratie
- Keine Regeln für Aussehen von Obst und Gemüse

Die EU rückt von der viel geschmähten Gurkenkrümmung wieder ab. EU-Agrarkommissarin Fischer-Boel erklärte, es gehe einerseits um einen "unnötigen Bürokratieabbau", andererseits darum, dass die Verbraucher aus einer möglichst breiten Produktpalette auswählen können. Es sei sinnlos, einwandfreie Erzeugnisse wegzuwerfen, nur weil sie die falsche Form und Größe haben, so Fischer-Boel.
Europäische Regeln über die Größe und Form vieler Obst- und Gemüsesorten gelten nicht mehr, da die spezifischen Vermarktungsnormen für 26 Arten Obst und Gemüse aufgehoben werden. Für zehn Obst- und Gemüsearten, darunter Äpfel, Erdbeeren und Paradeiser, werden die Vermarktungsnormen zwar erhalten bleiben, doch kann jeder EU-Staat den Verkauf dieser Erzeugnisse erlauben. Allerdings müssen sie entsprechend nach Güteklassen gekennzeichnet sein.
Bei den 26 Erzeugnissen, wo die spezifischen Vermarktungsnormen aufgehoben werden, handelt es sich um Marillen, Artischocken, Spargel, Melanzane, Avocados, Bohnen, Kohlsprossen, Karotten, Karfiol, Kirschen, Zucchini, Gurken, Zuchtpilze, Knoblauch, Haselnüsse in der Schale, Weißkraut, Porree, Melonen, Zwiebeln, Erbsen, Zwetschken, Staudensellerie, Spinat, Walnüsse in der Schale, Wassermelonen und Zikorie. Die zehn Erzeugnisse, die bei Abweichen von der Größennorm gekennzeichnet sein müssen, sind Äpfel, Zitrusfrüchte, Kiwis, Salate, Pfirsiche und Nektarinen, Erdbeeren, Paprika, Weintrauben und Paradeiser.
(apa/red)
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