Dienstag, 30. Juni 2009

Nach dem Putsch in Honduras: Gestürzter Präsident Zelaya kündigt seine Rückkehr an

  • Zelaya: "Der vom Volk gewählte Präsident kommt"
  • UNO-Vollversammlung verurteilt Putsch in Honduras

Die UNO-Vollversammlung hat den Militärputsch in Honduras verurteilt und die sofortige Wiedereinsetzung des gewählten Präsidenten Manuel Zelaya gefordert. Die Versammlung verabschiedete per Akklamation eine Entschließung, in der alle 191 Mitgliedsstaaten aufgerufen werden, keine andere Regierung des mittelamerikanischen Staates anzuerkennen als die von Zelaya.

Der linksgerichtete Präsident wurde am Sonntag ins Exil nach Costa Rica gezwungen, nachdem Soldaten seinen Regierungssitz gestürmt hatten. Auslöser war ein Streit um ein vom Parlament und dem Obersten Gericht abgelehntes Referendum, mit dem der Präsident eine verfassungsgebende Versammlung in die Wege leiten wollte. Zelaya hielt sich am Dienstag am Sitz der Vereinten Nationen in New York auf und dankte der Vollversammlung für ihre Unterstützung.

Unterdessen gingen zehntausende Gegner Zelayas am Dienstag in Tegucigalpa auf die Straßen. Sie wollten friedlich ihre Unterstützung für die neue Regierung in dem mittelamerikanischen Land bekunden. "Ja zur Demokratie, nein zur Diktatur" war auf Transparenten zu lesen. Die Menschen warfen Zelaya vor, die Verfassung gebrochen und eine Diktatur angestrebt zu haben. Außerdem forderten sie ein Ende der Gewalt und verurteilten Drohungen, die von Zelaya und dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez gegen die neue Regierung ausgesprochen worden waren.

(apa/red)

30.6.2009 19:54